Podcast (#64)

Die schwierige Mission der BdB-Chefs Christian Ossig

22. Mai 2022

Von Christian Kirchner

In einem Land mit einem halben dutzend Bankenverbänden sollte man davon ausgehen, dass wenigstens die Interessen innerhalb der einzelnen Verbände einigermaßen kohärent sind. Freilich: Am BdB zeigt sich, dass es auch anders geht. Die Deutsche Bank zum Beispiel mit ihrer riesigen Bilanzsumme hat ganz andere Sorgen als der klassische Privatbankier da draußen – und dass der BdB in den vergangenen Jahren erfolgreich darum bemüht war, möglichst viele Fintechs aufzunehmen (statt sie dem Bitkom zu überlassen), hat seinem Standing zwar genutzt, die Gegensätze innerhalb seiner Mitgliederschaft jedoch eher noch verstärkt.

Hinzu kommt: Es sind bewegte Zeiten. Innerhalb des Verbands und außerhalb. Was das Äußere angeht: Jahrelang hat der BdB (und haben alle Bankenverbände) für eine Änderung der EZB-Politik gekämpft. Nun steht die Zinswende tatsächlich bevor – allerdings in Begleitung allgemeiner Umstände (Krieg, Inflation), gegen die sich ein bisschen negativer Einlagenzins fast schon wie eine Lappalie ausnimmt.

Und im Innern? Erlebte der BdB einen GAU (Greensill Bank), der eine tiefgreifende Reform nicht nur der privaten Einlagensicherung, sondern auch des Verbands selber nach sich gezogen hat. Die sichtbarste Veränderung: Statt zweier BdB-Hauptgeschäftsführer (Ossig, Krautscheid) gibt es neuerdings nur noch einen. Und der, nämlich Christian Ossig, ist zu Gast in der heutigen Folge von “Finanz-Szene – Der Podcast”. Auf geht’s:

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