Sparkassen- und Geno-Snippets

Wer erbarmt sich der Krisen-Sparkasse? Und Volksbanken-News

Die ziemlich offensiven Pläne der Frankfurter Volksbank

Das vielleicht Spannendste an der “Strategie-Pressekonferenz” der Frankfurter Volksbank diese Woche war nicht, was die Vorstandschefin Eva Wunsch-Weber so alles gesagt hat – sondern was sie nicht gesagt hat: Kein böses Wort zur EZB-Zinspolitik. Kein Gejammer über Null- und Negativzinsen. Keine Ankündigung von Standortschließungen. Keine Erhöhung der Kontoführungsgebühren. Keine neuen “Verwahrentgelte”. Stattdessen: Gab Wunsch-Weber ein Bekenntnis zur Filiale und zu Investitionen in selbige ab. Zwar klangen die Pläne zum Teil ein bisschen nach Buzzword-Bingo (die Volksbank will die “Filiale der Zukunft” errichten, “Schnittstellen in ein neues Ökosystem” bauen sowie “in Mehrwert-Plattformen denken”) – und einige Ideen muteten auch arg nischig an (etwa: “Full Service” bei der Installation von Wand-Ladeboxen in den heimischen vier Wänden). Gleichwohl: Vielleicht lassen sich Belegschaft und Kundschaft ja von der positiven Grundhaltung der Vorstandschefin anstecken. Als operative erfolgreicher Bank sollte man der Frankfurter Volksbank zumindest den Benefit of doubt einräumen.

Und noch drei Sparkassen-Snippets aus dieser Woche

  • Fusionen (I): In Nordrhein-Westfalen deutet sich der nächste Zusammenschluss zweier Sparkassen an. So haben die Sparkasse Gütersloh-Rietberg (Bilanzsumme: 2,8 Mrd. Euro) und die benachbarte Stadtsparkasse Versmold (Bilanzsumme: 0,4 Mrd. Euro) mit entsprechenden Sondierungsgesprächen begonnen
  • Fusionen (II): Vor gut einem Jahr hatten wir Sie erstmals über das mögliche Zusammengehen der Sparkasse Worms-Alzey-Ried (Bilanzsumme: 3,6 Mrd. Euro) und der Sparkasse Mainz (Bilanzsumme: 2,8 Mrd. Euro) informiert. Inzwischen ist der Prozess so weit fortgeschritten, dass sogar schon der künftige Name kursiert. Nämlich: “Rheinhessen-Sparkasse” .
  • Fusionen (III): Noch offen ist ja, was nach dem geplatzten Zusammenschluss mit der Sparkasse Wermelskirchen aus der schwer angeschlagenen Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen werden soll. In rheinischen Sparkassen-Kreisen kursiert nun das Gerücht, dass sich möglicherweise die Kreissparkasse Köln dem Krisen-Institut annehmen könnte. Mal schauen, ob was dran ist.

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