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Krisen-Sparkasse schasst Chefin. Und weitere News aus den Verbünden

Landessparkasse zu Oldenburg überführt uns der Gewinn-Unterschlagung

Dass die von den Sparkassen medial ausgewiesenen Gewinne im Schnitt (und aggregiert) um fast 1 Mrd. Euro p.a. über den testierten Gewinnen liegen, haben wir zuletzt ja aufwendig nachgewiesen. Was uns nicht bewusst war: Zu den wenigen Kommunalinstituten, die gegenüber der Presse tatsächlich ihre HGB-Zahlen kommunizieren (statt den sogenannten “Betriebsvergleich” zu bemühen), gehört auch die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Und so hatten wir selbiger am Freitag fälschlicherweise ein “Betriebsergebnis vor Bewertung” in Höhe von 61 Mio. Euro unterstellt.

Dabei handelte es sich bei dem, was wir uns da zusammengerechnet hatten (Bruttoertrag minus VW-Aufwand minus sonstiger Aufwand), in Wirklichkeit um eine HGB-Größe, wie uns der “sehr verwunderte” Kommunikationschef (den Vorstandschef in Cc.) per E-Mail mitteilte. Das “Betriebsergebnis” nämlich habe 93 Mio. Euro betragen! Nach umfangreichen internen Beratungen sah die LzO übrigens davon ab, uns zu erklären, wo das wundersame Delta von 32 Mio. Euro Euro herkommt. Wobei man vermutlich nicht falsch liegt, wenn man tipps, dass es irgendwas mit dem neutralen Ergebnis zu tun hat.

Weitere Snippets aus dem Sparkassen- bzw. Genosektor

  • Die einst von uns als “Deutschlands schlechteste Sparkasse” titulierte Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen hat ihre Vorstandschefin Dorothea Stabolewski vorläufig von deren Aufgaben entbunden. Zur Begründung werden Meinungsverschiedenheiten mit Aufsichtsrat (bzw. wörtlich: ”unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung”) angeführt. Stabolewskis Aufgaben wird (erst einmal?) Christian Leege übernehmen, bislang Funktionär beim rheinischen Sparkassenverband. Bereits letzten Herbst hatte Finanz-Szene.de über mittlerweile auch offiziell bestätigte Pläne berichtet, die operativ kaum überlebensfähige Sparkasse in die ungleich größere Kreissparkasse Köln einzugliedern.
  • Über den schwierigen Umgang mit der Sprengung von Geldautomaten, haben wir ja schon verschiedentlich berichtet (-> siehe unser “Themen-Dossier Geldautomaten”). Nachdem es bei der Sparkasse Heidelberg in den zurückliegenden zwölf Monaten zu nicht weniger als sieben entsprechende Anschläge gegeben hat, zieht das Institut nun die Konsequenzen – und nimmt SB-Automaten, die wegen ihrer Lage besonders gefährdet sind, außer Betrieb. SWR 

Im roten Bereich – Die Sparkassen-Studie von Finanz-Szene.de

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