Analyse

M.M. Warburg nimmt 39 Mio. Euro Verlust in Kauf – und buhlt nun um Investoren

Viel ist nicht mehr übrig von dem, was früher mal die M.M.-Warburg-Gruppe war. Eigentlich nur noch der Kern. Die hauseigene Hypothekentochter wurde ebenso verkauft wie die Warburg Invest AG, das Kapitalmarktgeschäft ebenso aufgegeben wie Warburg Research. Und nachdem die Verwahrstelle für liquide Assets zu Donner & Reuschel wanderte, geht als nächstes nun Marcard, Stein & Co an Rothschild.

Die Folgen? Zeigen sich im 2025er-Abschluss, der am heutigen Montag veröffentlicht wird und Finanz-Szene vorab vorlag. Von einst knapp 1000 Mitarbeitern werden am Ende dieses Jahres weit weniger als 500 übrig bleiben, statt 154 Mio. Euro Provisionsüberschuss (im Jahr 2020) erwirtschaftete die Bank zuletzt nur noch 62 Mio. Euro. Weil zudem der Rückenwind durch die Zinswende nachlässt und die Transformationskosten in die Höhe schnellen, steht unterm Strich ein Verlust von satten 39 Mio. Euro (also nochmal mehr als im Krisenjahr 2022; damals waren es 35 Mio. Euro).

Das Ziel der Übung? Nach der Vorstellung der beiden Vorstände Markus Bolder und Stephan Schrameier soll M.M. Warburg nach vollendeter Transformation „deutlich rentabler und damit auch attraktiver für Investoren“ sein. Doch ist das Hamburger Traditionsinstitut wirklich auf dem richtigen Weg?

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