Großbanken-Ticker

Sämtliche Großbanken-News aus März 2026

In unserem Großbanken-Ticker verfolgen wir, was bei Deutsche Bank, Commerzbank und Hypo-Vereinsbank los ist – und widmen uns auch den tendenziell im CIB-Geschäft tätigen großen Auslandsbanken.

Hier der Ticker für März 2026:

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Niemand hat die Absicht, die Kontrolle zu erlangen – aber genau darauf läuft’s hinaus!

Falls am 16. März europäische Bankengeschichte geschrieben worden sein sollte – dann auf skurrile Art und Weise. Da war der morgendliche Analysten-Call, bei dem Unicredit-Chef Andrea Orcel phasenweise klang, als würde er mit einer am Mund gehaltenen Muschel eines Analogtelefons telefonieren (und dabei im Badezimmer von Manfred Knof sitzen). Da war das herrliche Paradoxon, dass die Italiener einerseits ein Angebot zur Vollübernahme abgaben – aber andererseits betonten, das Angebot sei so unattraktiv, dass kaum jemand es annehmen werde. Und dann war da noch die verwirrende Penetranz, mit der die Unicredit in ihrer Pressemitteilung gleich dreimal betonte, sie gehe keineswegs davon aus, irgendeine Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen. In der Überschrift („No expectation to achieve control“). Im dritten Satz („It is expected that UniCredit will achieve a stake in Commerzbank in excess of 30% without reaching control“). Und dann auch noch mal am Ende („If as expected UniCredit remains with no control in Commerzbank the financial impact on capital will be negligible“). Nun mag es ja so sein, dass uns Finanzjournalisten bisweilen eine gewisse Begriffsstutzigkeit anhaftet – als kognitive Hilfestellung war die mehrmalige Wiederholung im Pressestatement aber trotzdem nicht gedacht. Vielmehr scheint die Unicredit in einem (potenziell ziemlich teuren) Dilemma zu stecken. Einerseits läuft ihr Vorgehen fast zwingend darauf hinaus, in gleich mehrerer Hinsicht die Kontrolle über die Commerzbank zu gewinnen. Andererseits kann sie genau das nicht gebrauchen. Hier entlang: FS Premium

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Ex-Deutschbanker Ole Matthiessen geht zu Standard Chartered

Nach seinem unerwarteten Abgang bei der Deutschen Bank vor wenigen Wochen schlägt Ole Matthiessen bei Standard Chartered auf. Wie die Londoner Großbank mitteilt, hat sie den Manager als „Global Head, Transaction Services & Digital Assets“ verpflichtet. Matthiessen werde ein neu zusammengeführtes Team im Bereich Corporate & Investment Banking leiten, das aus Transaction Banking, Financing & Securities Services und Digital-Assets-Geschäft bestehe. Matthiessen war 18 Jahre in der Deutschen Bank tätig und erst im Januar zum Co-Chef der Corporate Bank aufgestiegen – entsprechend überraschend kam sein plötzlicher Abschied. Entscheidend war womöglich, dass die Deutsche Bank den seit Jahren in Singapur stationierten Manager für die neue Position nach Frankfurt zurückbeordern wollte. Die Position bei Standard Chartered ermöglicht es Matthiesen nun, weiterhin von Singapur aus zu arbeiten.

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Blog

  • „Und jetzt machen andere den Deal“ – Kanzler Merz äußert sich unverblümt zur möglichen Commerzbank-Übernahme. Unser Großbanken-Ticker: FS Premium
  • Nach Jahren steigender Gewinne muss die BNP Paribas in ihrem Deutschland-Geschäft einen Dämpfer hinnehmen. Hier entlang: FS Premium

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„Die Commerzbank kann sich dem Dialog mit der Unicredit nicht ewig verweigern“

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Wussten Sie schon?

… wie Bettina Orlopp vom Übernahmeangebot der Unicredit erfahren hat? „Ich saß im Auto auf dem Weg in die Bank. Da poppte eine kurze Nachricht von Andrea Orcel an mich hoch, wenige Minuten vor der offiziellen Ankündigung“, erzählt die Commerzbank-Chefin im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Paywall). Darin kritisiert Orlopp auch, dass Orcel in den letzten Wochen „das Narrativ“ gewechselt habe. „Bis heute sind wir im Unklaren, was Unicredit eigentlich will.“

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Kurz getickert

  • Die Bafin hat gegen die hiesige Barclays eine Geldbuße in Höhe von 1,65 Mio. Euro festgesetzt. Begründung: In insgesamt 26 Fällen seien Stimmrechts-Mitteilungen „nicht rechtzeitig übermittelt“ worden
  • Nachdem sich die österreichische Erste Group letztes Jahr 49% an der Santander Bank Polska gesichert hatte, übernimmt die ebenfalls österreichische Raiffeisen Bank International nun die Rumänien-Tochter der BBVA (EQS-Meldung)
  • Die Commerzbank sanktioniert das Geheimtreffen ihres damaligen Vorstandschefs Manfred Knof mit seinem Unicredit-Pendant Andrea Orcel, wie das „Handelsblatt“ (Paywall) berichtet – und zwar, indem Knof nachträglich der Bonus für 2024 kürzen will

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Unicredit will bis zu 400 IT-Stellen in Deutschland streichen

Während die Übernahmeschlacht mit der Commerzbank in die vielleicht entscheidende Phase geht, setzt die Unicredit ihren Jobabbau in Deutschland unvermindert fort. Wie das „Manager Magazin“ (Paywall) berichtet, sollen in Deutschland (und größtenteils in München) rund 300 bis 400 IT-Stellen abgebaut und teilweise nach Rumänien verlagert werden. Ziel sei es, Kosten zu senken und die IT-Strukturen zu vereinheitlichen. Man wolle den Prozess sozial verantwortlich und in einem „engen und konstruktiven Austausch mit dem Betriebsrat“ organisieren, wird ein Sprecher zitiert. Schon in den letzten Jahren hatte die Unicredit in Deutschland tausende Jobs abgebaut. So wird die Zahl der Vollzeit-Äquivalente im dieser Tage veröffentlichten Geschäftsbericht der Hypo-Vereinsbank nur noch mit 8.421 angegeben. Vor fünf Jahren war in dem Abschluss noch von mehr als 12.000 Mitarbeitern (allerdings nicht „FTEs“) die Rede. Wenn wir den „Manager Magazin“-Bericht richtig verstehen, werden die betroffenen IT-Stellen allerdings nicht der HVB zugerechnet.

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Deutsche Bank: Campelli wird Vize. Hoops wird Vorstand. Leukert-Nachfolge geklärt

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Kurz getickert

  • Bei der Commerzbank ist die Gesamtvergütung von Vorstandschefin Bettina Orlopp im abgelaufenen Jahr um fast die Hälfte auf 3,5 Mio. Euro gestiegen, wie aus Geschäftsbericht hervorgeht. Für Firmenkundenchef Michael Kotzbauer ging es um gut ein Drittel auf 2,4 Mio. Euro nach oben. Privatkunden-Vorstand Thomas Schaufler verfehlte seine Ressortziele mit einem „Zielerreichungs-Wert“ von 85%. Begründung: Die Kundenzufriedenheit liege noch nicht auf dem „angestrebten hohen Zielwert“. Letztlich fiel bei Schaufler das Gehaltsplus mit 15% (auf 1,9 Mio. Euro) unter den durchgängig amtierenden Vorständen auch am schwächsten aus.
  • Die Deutsche Bank soll in der Vergangenheit nicht nur bei Cum-Ex-Geschäften (letztes Jahr hatten die Frankfurter ja eine Steuerrückzahlung in Höhe von 29 Mio. Euro geleistet, wie im jüngst veröffentlichten Geschäftsbericht steht), sondern auch bei Cum-Cum-Deals mitgemischt haben – so zumindest schreiben es die „Süddeutsche“ (Paywall) und der WDR. Den Berichten zufolge geht die Staatsanwaltschaft Köln in ihrem schon seit Jahren laufenden Verfahren gegen das Institut auch dem Verdacht nach, zwischen 2009 bis 2015 mit Cum-Cum-Geschäften rund 600 Mio. Euro aus der Staatskasse kassiert zu haben. Die Deutsche Bank wollte sich dazu gegenüber den beiden Medien nicht äußern.

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Kurz getickert

  • Die Deutsche Bank hat in der sog. „Santorini“-Affäre einen ersten Vergleich geschlossen – und lässt sich diesen bemerkenswert viel kosten. Laut „Manager Magazin“ (Paywall) erhält einer jener Ex-Mitarbeiter, die das Institut verklagt haben, eine Summe zwischen 30 Mio. und 40 Mio. Pfund (gemessen an rund 400 Mio. Pfund, die er angeblich haben wollte).
  • Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat sich einen Tag nach dem Übernahmeangebot der Unicredit etwas ausführlicher, aber in der Sache unverändert zum neuen Sachstand geäußert. Eine Bank zu übernehmen, sei ohnehin kompliziert, sagte Orlopp laut Berichten auf einer Konferenz in London. Wenn man es „in einem feindlichen Umfeld“ mache, werde es sogar deutlich schwieriger.
  • Die Deutsche Bank wird den Aufgabenbereich des ausscheidenden Corporate-Bank-Topshots Jan-Philipp Gillmann offenbar nur teilweise wieder besetzen. So übernimmt der bislang in Strategiefragen involvierte Frieder Schoenthal die Verantwortung für das europäische Mid-Corporate-Kundengeschäft.

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Warum das „Angebot“ der Unicredit nur ein Manöver ist – und welche Risiken es birgt

Seit 18 Monaten wird mittlerweile um die Commerzbank gerungen, mit den immer gleichen Argumenten, in den immer gleichen Rollen. Und so wirkte, was da am gestrigen Montag zur Aufführung kam, beinahe wie ein folkloristisches Ritual. Unicredit-Chef Andrea Orcel gab wieder mal den abgezockten Investmentbanker, der mit dem Mund wirbt („Es ist jetzt an der Zeit zu reden“), während er mit der Faust droht. Das Finanzministerium stellte sich wieder mal auf die Seite der Angegriffenen („Wir setzen auf die Eigenständigkeit der Commerzbank“), ohne den Angreifer wirklich zurückzuweisen. Sascha Uebel – also der Betriebsratsvorsitzende – inszenierte sich wieder mal als Mann fürs Grobe („geschäftsschädigend“, „feindlich“, „unverschämt“). Und die Commerzbank selbst? Sagte das, was sie seit 18 Monaten sagt. Nämlich eigentlich gar nichts („Die Kommunikation der Unicredit beinhaltet keine weiteren Informationen bezüglich der Eckpfeiler einer wertstiftenden Transaktion. Das wäre die notwendige Grundlage für etwaige Gespräche.“) Und jetzt??? Also, wie Sie ja mitbekommen haben, liebe Leserinnen und Leser, hat die Unicredit am Montagmorgen, kurz vor 8 Uhr, tatsächlich ein Übernahmeangebot für die Commerzbank abgegeben. Wobei dieses Angebot nach allem, was sich sagen lässt, noch immer nicht das Angebot ist, also das, mit dem sich die größte italienische Bank die zweitgrößte deutsche Bank endgültig unter den Nagel reißen könnte. Sondern: Es ist, wenn man so will, ein Scheinangebot, ein Zwischenschritt, ein taktisches Manöver (siehe schon unsere frei zugängliche Ad-hoc-Analyse –> Warum es sich beim Unicredit-Angebot für die Commerzbank um Taktik handelt), offenkundig mit dem Ziel, möglichst kräfteschonend die 30%-Hürde zu überwinden (ein Schachzug übrigens, der dem Markt zu gefallen scheint, die Commerzbank-Aktie gewann rund 9% auf 32,14 Euro, die Unicredit legte zumindest leicht zu). Die große Frage lautet nun allerdings: Wie geht es weiter??? Hier unsere ausführliche Analyse: FS Premium

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Blog

  • Dass die Hypo-Vereinsbank im vergangenen Jahr krasse 3 Mrd. Euro verdient hat – das war ja schon bekannt. Neu ist, an welchen Schrauben sie dabei dreht, insbesondere im Retailgeschäft: FS Premium
  • Man mag es für eine eher technische Bilanzierungsfrage halten. Aber interessant ist dennoch, dass die italienische Großbank offenbar etliche Assets der Commerzbank deutlich niedriger bewertet, als die Frankfurter Großbank das selbst tut. Bitte sehr: FS Premium

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Der überraschende Abgang des Deutschbankers Matthiessen – und weitere Köpfe-News

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Topverdiener der Deutschen Bank erhält >18 Mio. Euro – während die Aktie crasht

Ausgerechnet am Tag der Veröffentlichung ihres Vergütungsberichts hat die Deutsche Bank einen der aufreibendsten Handelstage der letzten Jahre erlebt. Nach einer stundenlangen Abwärtsfahrt notierte die Aktie des größten hiesigen Geldinstituts am Nachmittag um bis zu 7,4% im Minus – erst kurz vor dem regulären Handelsschluss erholten sich die Papiere etwas und beendeten den Tag schließlich bei 25,70 Euro (–5,3%). Seit Jahresbeginn hat die DBK-Aktie jetzt 24% verloren und damit deutlich mehr als die Commerzbank (–17%), die auch am Donnerstag etwas glimpflicher davonkam als der Lokalrivale und zum Handelsende bei 30,23 Euro notierte (–4,1%). Etwas in den Hintergrund rückte, was sich Spannendes im Geschäfts- und Vergütungsbericht verbarg. Hier entlang: FS Premium

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Kurz getickert

  • Die Capital Group hat ihre Beteiligung an der Deutschen Bank reduziert: Wie aus einer am späten Donnerstag veröffentlichten Pflichtmitteilung hervorgeht, hält der US-Asset-Manager nunmehr noch 2,9% an der Großbank nach zuletzt gemeldeten 4,9% im August 2025. Mutmaßlich fiel bei der Reduktion ein hübscher Gewinn an – der Aufbau der Position zwischen April 2024 und Januar 2025 erfolgte noch zu Kursen zwischen 14 und 18 Euro versus aktuell knapp 26 Euro.
  • Die Deutsche Bank hat den langjährigen Prozess gegen frühere Minderheitsaktionäre der Postbank (alle Hintergründe hier) endgültig verloren – eine Revision ist nicht mehr möglich, bestätigte der BGH.

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Welche Risiken brächte ein Frankfurter-Leben-Deal für die Deutsche Bank mit sich?

Als „Bloomberg“ im Januar berichtete, die Deutsche Bank bzw. die DWS wollten eine „bedeutende Minderheitsbeteiligung“ an der Frankfurter Leben erwerben, also an dem gemessen an seinen Kapitalanlagen rund 13 Mrd. Euro schweren Abwickler von Lebensversicherungen – da wirkte der sich angeblich abzeichnende Deal industriell durchaus stimmig (siehe unsere Analyse –> Deutsche Bank: Zurück ins Versicherungsgeschäft, oder rein ins „Run off“-Geschäft?). Nun allerdings werfen Recherchen der „Börsen-Zeitung“ (Paywall) die Frage auf, ob ein Player wie die Frankfurter Leben für einen Player wie die Deutsche Bank wirklich ein sinnvolles Erwerbsziel darstellen kann. Grob gesagt läuft der lesenswerte Artikel auf die Diagnose hinaus, dass Teile der besagten 13 Mrd. Euro (also letztlich: Kundengelder) für Finanzierungen innerhalb des hinter der Frankfurter Leben stehenden chinesischen Fosun-Konzerns genutzt worden sein könnten. So heißt es unter anderem, aus den Mitteln sei ein Schuldscheindarlehen an eine Luxemburger Zweckgesellschaft vergeben worden, die mit Fosun verbunden gewesen sei. Eines der Darlehen soll zu einem Zeitpunkt gewährt worden sein, als der Mutterkonzern selbst mit Refinanzierungsproblemen zu kämpfen hatte. Interne Dokumente und Gespräche mit Insidern würden zudem darauf hindeuten, dass Vertreter von Fosun wiederholt versucht haben sollen, Einfluss auf Investment-Entscheidungen der Gruppe zu nehmen …

Aus Sicht der Banken-Community ebenfalls interessant: Angeblich soll Fosun auch Hauck & Aufhäuser (die Frankfurter Privatbank befand sich bis zum Verkauf an die ABN Amro ja ebenfalls im Besitz der Chinesen) als Teil einer Finanzierungsstruktur rund um die Frankfurter-Leben-Gruppe genutzt haben. So tauche in Unterlagen zu konzerninternen Finanzierungen auch ein „Hauck-Lampe-Schuldschein“ auf, der im Zusammenhang mit der Finanzierung der Übernahme des Bankhauses Lampe durch Hauck & Aufhäuser im Jahr 2021 stehen könnte. Die Frankfurter Leben wies gegenüber der „BÖZ“ den Vorwurf unzulässiger Einflussnahme zurück – alle Investitions-Entscheidungen seien von den zuständigen Gremien getroffen worden. Die übrigen Vorwürfe stehen einstweilen im Raum; Fosun habe sich bis Redaktionsschluss auf Anfrage hin nicht geäußert.

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Kurz getickert

  • Die Deutsche Bank will ihren Bonus-Pool fürs abgelaufene Geschäftsjahr um „mehr als 5%“ (verglichen mit dem Vorjahr) anheben, berichtet „Bloomberg“
  • Bei der Postbank ist es Anfang März zu IT-bedingten Problemen bei der Ausführung von Daueraufträgen gekommen. Dabei wurden für den 1. März geplante Zahlungen entweder gar nicht gebucht oder im Nachgang sofort wieder dem Absenderkonto gutgeschrieben. Inzwischen sei das Problem behoben, heißt es auf Anfrage.

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Banken bleibt ein „Black Monday“ erspart – dafür drohen jetzt Zinserhöhungen

Als am Montag des 9. März die Schockwellen von den asiatischen Märkten nach Europa überschwappten und die Indikationen für hiesige Bankaktien einen morgendlichen Einbruch von rund 5% verhießen – da durfte einem durchaus angst und bange werden. Gemessen daran ist der gestrige Tag aus Sicht der hiesigen Bankenbranche dann doch relativ glimpflich ausgegangen. Konkret: Die Deutsche Bank schloss mit –1,4% bei 26,55 Euro (und hat seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs in sechs Handelstagen nunmehr 12% verloren), für die Commerzbank ging es um 0,7% auf 30,36 Euro runter (was einem kumulierten Minus von ebenfalls 12% entspricht). Verdunkelt haben sich die Aussichten aber natürlich trotzdem – was man schon allein daran erkennt, dass der Kapitalmarkt (nachdem er noch vor zehn Tagen für dieses Jahr eine kleine Zinssenkung in der Eurozone eingepreist hatte) mittlerweile von zwei EZB-Zinserhöhungen bis Jahresende ausgeht. Nun sind höhere Zinsen für Banken normalerweise ja nicht von Nachteil. Im konkreten Fall aber natürlich schon. Schließlich wäre ein Zinsanstieg diesmal keine Reaktion auf einen schwungvollen konjunkturellen Auftrieb. Sondern auf eine drohende Inflation. Anders gesagt: Auf viele Bankkunden (Unternehmen wie Konsumenten) könnten also womöglich noch härtere Zeiten zukommen. Und was das im schlimmsten Fall bedeutet, sieht man ja an unserem heutigen Aufmacher zur deutschen Santander weiter oben.

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… und weitere Großbanken-Personalien aus dem März

  • Die Deutsche Bank beruft Selda Baran in die Geschäftsführung der Tochter PB Factoring – bislang saß die Managerin unter anderem im Führungsgremium einer anderen Tochterfirma, nämlich der Postbank Direkt GmbH.
  • Die bisherige Commerzbank-Bereichsvorständin Brigitte Réthier zieht spätestens zum 1. Oktober in den Vorstand der KfW ein. Dort soll sie als Nachfolgerin von Christiane Laibach die Verantwortung für den Geschäftsbereich „Internationale Finanzielle Zusammenarbeit“ übernehmen.
  • Im Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank übernimmt der bisherige „Co-Head of Lending“ Hauke Burkhardt die Führung der neu geschaffenen Abteilung „Bund and Public Sector Coverage and Advisory“, über die künftig die Geschäfte mit der öffentlichen Hand und den Förderbanken laufen sollen.
  • Die Commerzbank verliert ihren IT-Sicherheitschef Peter Lassig (der erst 2023 von der HVB gekommen war). Lassig wechselt ausweislich seines Social-Media-Profils in gleicher Funktion zu der Kopenhagener Großbank Nordea.
  • Stefan Hafke, bei Citi in Frankfurt als „Country and Banking Head“ für Deutschland und Österreich zuständig, wird zusätzlich Chef der EU-Einheit Citigroup Global Markets Europe. Er folgt auf Silvia Carpitella, die in den Ruhestand geht.

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Sämtliche Großbanken-News aus Februar 2026

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