Großbanken-Ticker

Sämtliche Großbanken-News aus Mai 2026

In unserem Großbanken-Ticker verfolgen wir, was bei Deutsche Bank, Commerzbank und Hypo-Vereinsbank los ist – und widmen uns auch den tendenziell im CIB-Geschäft tätigen großen Auslandsbanken.

Hier der Ticker für Mai 2026:

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Die Coba, Frau Orlopp, die gelbe Wand – und Orcels nächste Volte

Nein, es war kein Konzert, keine Theaterpremiere, kein Champions-League-Spiel – es war immer noch die Hauptversammlung der Commerzbank. Wer allerdings Zeuge des fast schon enthusiasmierten Jubels nach der Rede von Vorstandschefin Bettina Orlopp wurde, den hätte in diesem Moment nicht verwundert, wenn es sogar noch zu „Zugabe, Zugabe“-Rufen gekommen wäre (und Betriebsratschef Sascha Uebel irgendwann zum Stagedive angesetzt hätte). Klar, das meiste davon war Folklore. Zumal es sich bei vielen der gut 1000 anwesenden Aktionäre zugleich um Commerzbank-Mitarbeiter handelte, von denen sich viele – wie gesagt, man fühlte sich fast wie beim Fußball – gelbe Leibchen übergestreift hatten. Und doch, kann es möglicherweise sein, dass die Coba-HV am 20. Mai mehr war als eine gut gemachte Inszenierung? Hier entlang: FS Premium

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Deutsche Bank kontert „Chase“ – und schickt Norisbank mit 4%-Angebot ins Rennen

Die Deutsche Bank sucht im hiesigen Einlagengeschäft die direkte Konfrontation mit J.P. Morgan. Nachdem die Amerikaner ihre Berliner Direktbank Chase am Mittwoch mit einem 4%-Angebot in den deutschen Markt geschickt haben, kontert das größte hiesige Geldhaus nun ebenfalls mit einer 4%-Tagesgeld-Offerte. Lanciert wird diese allerdings nicht unter eigener Marke, sondern über die Bonner Online-Tochter Norisbank. Bei der Norisbank gilt das auf Neukunden beschränkte Angebot sogar für sechs Monate und damit zwei Monate länger als bei Chase. Allerdings ist die Offerte (anders als bei Chase) an die parallele Eröffnung eines Girokontos geknüpft (das unter bestimmten Bedingungen kostenlos ist). Auch die Obergrenze ist mit 250.000 Euro niedriger bemessen als bei der US-Bank (1 Mio. Euro). Die Deutsche Bank hat die Generierung frischer Einlagen bekanntlich zu einer wesentlichen Säule ihrer bis 2028 reichenden Strategie erklärt. Konkret will sie binnen drei Jahren knapp 100 Mrd. Euro zusätzlich einsammeln.

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Podcasts mit Großbanken-Schwerpunkt

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Kurz getickert

  • Exklusiv: Die EU-Einheit der Citigroup reagiert auf aufsichtliche Kritik an ihrem Umgang mit Handelsrisiken (siehe schon vor Jahren unser Stück –> Von Personal bis Aufsicht: Die vielen Baustellen der hiesigen Citigroup). Nach Informationen von Finanz-Szene hat die in Frankfurt ansässige Citigroup Global Markets Europe auf Geheiß der Aufseher gleich vier neue Handelstische eingerichtet, nämlich je einen für große Aktienorders („Equity Cash High Touch“), strukturierte Aktiengeschäfte („Strategic Equity Solutions“), bonitätsstarke europäische Unternehmensanleihen („EUR Investment Grade Corporate Bonds“) und Finanzierungen rund um Handelsgeschäfte („Markets Treasury & Financing“).
  • Die Deutsche Bank muss Kritik der Union Investment (also eines ihrer großen Investoren) einstecken. Konkret stört sich deren Fondsmanagement an der geplanten Extravergütung für die Leitung von AR-Ausschüssen (HB/Paywall).
  • Die Deutsche Bank (bzw. deren Londoner Niederlassung) ist wegen Verstößen gegen Russland-Sanktionen zu einer freilich überschaubaren Geldstrafe von 165.000 Pfund verdonnert worden.

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Blog

  • Exklusiv: Die Frankfurter EU-Einheit von J.P. Morgan bleibt eine Gewinnmaschine – auch wenn die Kosten galoppieren: FS Premium
  • Ein paar Hinweise, was eine Commerzbank-Übernahme für mittelständische Fondshäuser bedeuten könnte: FS Premium
  • Die Commerzbank zündet die nächste Stufe beim Wechsel von Mastercard zu Visa: FS Premium
  • Hieß es nicht immer, kaum ein Anteilseigner würde der Unicredit seine Coba-Aktien anbieten? Von wegen! FS Premium

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In die Vollen – was die Commerzbank mit der Problemtochter Aquila Capital vorhat

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Die Unicredit kontrolliert jetzt sogar schon 39% (!) der Commerzbank-Aktien

Um bei der Commerzbank-Position  der Unicredit den kompletten Durchblick zu behalten, müsste man vermutlich ein Chartered Financial Analyst (CFA) sein. Versuchen wir es trotzdem:

  1. Die Unicredit hielt und hält 26,77% aller Commerzbank-Aktien.
  2. Bei weiteren 3,22% handelte und handelt es sich um Swaps mit Lieferanspruch. Die Unicredit besitzt diese Aktien also nicht, aber sie hat einen ziemlich unmittelbaren Zugriff auf diese (dass sich die beiden Positionen auf 29,99% summieren, liegt vermutlich daran, dass es für eine kombinierte Position ab 30% eine aufsichtsrechtliche Genehmigung bräuchte).
  3. Bei weiteren 2,6% handelte und handelt es sich um Swaps, mit denen die Unicredit zwar wirtschaftlich an der Entwicklung der Commerzbank-Aktie beteiligt ist – aber die keinen unmittelbaren Zugriff auf die Aktien garantieren. Darum war zuletzt meist von einer Kontrolle über insgesamt 32,6% der Anteile die Rede.
  4. Wie die Unicredit nun am Montag mitgeteilt hat, umfasst die dritte Position allerdings mittlerweile nicht mehr nur 2,6% – sondern satte 8,88%. Womit sich in Summe nun also eine Kontrolle über 38,87% ergibt.

Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank teilten unterdessen am Montag wenig überraschend mit, dass sie ihren Aktionären empfehlen, das Umtauschangebot der Unicredit nicht anzunehmen. Die zugehörige Fairness Opinion kam von Goldman Sachs und UBS, die (auch das ist natürlich wenig überraschend) bei ihrer Prüfung des Angebots unisono zu dem Schluss gekommen waren, dieses sei „inadäquat“.

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Commerzbank sortiert Management von Acquiring-Tochter neu

Die Commerzbank sortiert das Management der Commerz Global Pay neu. So kehrt Andreas Kaster, der das „Merchant Solutions“-Joint-Venture als Geschäftsführer und „Chief Business Officer“ in den letzten zwei Jahren aufgebaut hatte, zum Mutterkonzern zurück und fungiert bei der Commerzbank jetzt als „Principal Project Manager“. Commerz Global Pay habe mit der im Dezember erteilten Zahlungsverkehrslizenz einen „wesentlichen Meilenstein im Aufbauprozess“ erreicht, begründet Kaster in einem Social-Media-Post seinen Abgang. Nun erfolgt die „Staffelübergabe“.

Das Sagen bei Commerz Global Pay hat nun unter anderem Andreea Raluca Klemm, die im vergangenen Jahr von Mastercard gekommen war und kürzlich in die Geschäftsführung aufstieg. Darüber hinaus haben der vom Joint-Venture-Partner Global Payments gewechselte AML-Chef Christian Mainz sowie die frühere Unzer-Managerin Ami Mehta mittlerweile Prokura erhalten. Und just diesen Monat wurde mit Stefan Gockeln (Ex-Ratepay, Ex-Vobapay, Ex-Brite-Payments) auch ein „Head of Field Sales“ geheuert.

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Kurz getickert

  • Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat in einem Interview mit der „dpa“ präzisiert, wo genau sie beim jüngst verkündeten Abbau von weiteren rund 3.000 Stellen genau ansetzen will. Ein „sehr großer Teil“ entfalle auf Tätigkeiten, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz verschwinden würden, erklärte die Managerin –  KI sei „sehr kraftvoll in verschiedenen Bereichen“, die Auswirkungen größer als man zunächst angenommen habe. Die eigene Belegschaft wolle man beim Jobabbau so weit wie möglich schonen. „Wir gehen zum Beispiel an die Kapazitäten bei externen Call-Centern ran“, sagte Orlopp.
  • Der Unicredit sind in der ersten Woche seit Veröffentlichung des Übernahmeangebots exakt 66.724 Aktien der Commerzbank angedient worden. Das entspricht gemessen am Angebotspreis einem Gesamtwert von 2,3 Mio. Euro bzw. 0,0059% aller Aktien.

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Fonds in Not, Zerwürfnis mit Investor – Lage bei Coba-Tochter Aquila eskaliert

Das Drama um Aquila Capital, also die Sachwerte-Tochter der Commerzbank, spitzt sich zu. Nachdem Finanz-Szene bereits im Januar exklusiv über die Liquidierung zweier Fonds berichtet hatte, ist mittlerweile ein weiteres Vehikel der Hamburger Investment-Boutique in Schieflage geraten. Die Idee war nun eigentlich, auch diesen dritten Fonds zu liquidieren, ein Ende mit Schrecken. Doch stattdessen – droht die Sache nun zu einem Schrecken ohne Ende zu werden, mit nicht ganz kleinen Reputationsrisiken auch für die Commerzbank. Die ganze Geschichte: FS Premium

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21% Eigenkapitalrendite! So will die Commerzbank die Unicredit abschütteln

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Orcel’s Thirteen – die wichtigsten Takes aus der neuen Coba-Präsentation

Die Commerzbank hat als Reaktion auf das Übernahmeangebot der Unicredit eine 39 Seiten lange Präsentation veröffentlicht, in der sie ihre Sicht der Dinge noch einmal detailliert aufdröselt (und also versucht, im Kampf um die öffentliche Deutungshoheit ein paar Geländegewinne zu erzielen). Nun ist das allermeiste von dem, was man da liest, natürlich nicht neu. So bemängeln die Frankfurter wieder einmal, dass die Unicredit angeblich nicht offengelegt hat, welche Ziele sie mit der möglichen Übernahme verfolgt; auch betont die Commerzbank einmal mehr, dass sie selbst im bisherigen Dialog mit der Unicredit „keine Frage unbeantwortet“ gelassen habe. Indes: Jenseits der längst bekannten Sachverhalte enthält das Dokument durchaus auch spannende neue Details – etwa zur genauen Beteiligungshöhe der Unicredit oder auch zur Frage, welche Commerzbank-Vorstände sich wann und wie oft mit der italienischen Seite getroffen haben. Hier die fünf wichtigsten frischen Takes: FS Premium

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Kurz getickert

  • Im Übernahmekampf zwischen Unicredit und Commerzbank hat sich die Europäische Zentralbank ungewöhnlich deutlich auf die italienische Seite geschlagen. „Ich halte es für schwierig, wenn nationale Regierungen sagen, dass sie die ‚Savings and Investments Union‘ befürworten – sich dann aber gegen spezifische Transaktionen aussprechen“, sagte EZB-Vize Luis de Guindos der „Financial Times“ (Paywall). Die deutsche Kreditwirtschaft sei „stark fragmentiert“ und müsse „modernisiert“ werden.
  • Bei der Commerzbank beerbt der bisherige Bereichsvorstand für Produkt- und Vertriebsmanagement, Oliver Haibt, die wiederum vor dem Absprung zur KfW stehende Bereichsvorständin Brigitte Réthier. Somit ist Haibt künftig für „Institutional Clients & Transaction Banking Sales“ zuständig. Über seine Nachfolge werde noch entschieden, hieß es seitens der Bank.

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Was die Unicredit für die Coba bietet – und was ihr noch in die Quere kommen könnte

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Blog

  • Eine offenbar im politischen Berlin kursierende Idee, die Commerzbank-Beteiligung des Bundes aufzustocken, hat für Verwirrung gesorgt. Was ist dran an der Sache? FS Premium
  • Ein Deutsche-Bank-Vorstand verkauft im großen Stil Aktien des eigenen Instituts: FS Premium

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Im Lichte des Coba-Angebots – Unicredit zieht sich teilweise aus Russland zurück

Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung ihres Übernahmeangebots für die Commerzbank hat die Unicredit überraschend einen Teilrückzug aus Russland verkündet. Zu einem nicht näher spezifizierten Preis gehen signifikante Teile der dortigen Tochter AO Bank an einen Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wurde mitgeteilt – der Verkauf habe einen „kumulierten negativen Einfluss“ von 3,0 Mrd. bis 3,3 Mrd. Euro auf die GuV (was ungefähr einem Fünftel des letztjährigen Vorsteuergewinns der Unicredit entspricht), allerdings sei keines der strategischen Finanzziele betroffen, die CET1-Quote steige sogar um 35 Basispunkte. Lesen Sie hier, was das alles mit der Commerzbank-Übernahme zu tun hat: FS Premium

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Sämtliche Großbanken-News aus März 2026

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