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SSK Düdo pimpt ihren Gewinn; Genos experimentieren mit Krypto

31. März 2022

Von Heinz-Roger Dohms

Stadtsparkasse Düsseldorf lüftet Gewinn-Geheimnis nur teilweise

Die Stadtsparkasse Düsseldorf nährt mit ihren gestern veröffentlichten Zahlen die Zweifel an der Profitabilität ihres Kerngeschäfts. Zwar weist das Kommunalinstitut für das abgelaufenes Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 65,3 Mio. Euro aus – gemessen an der durchschnittlichen Bilanzsumme ein unterdurchschnittlicher Wert von 0,44%. Allerdings stellt sich die Frage, wie viel hiervon auf das eigentliche Kerngeschäft entfallen ist. Denn, 1.) Wie ein Sprecher auf gezielte Nachfrage mitteilte, kamen rund 28 Mio. Euro aus den von uns schon häufiger thematisierten Private-Equity-Engagements (siehe u.a. -> Die unglaubliche Geschichte der Stadtsparkasse Düsseldorf sowie -> Stadtsparkasse Düsseldorf verschleiert seit Jahren schwere Ertragskrise); 2.) Die Rheinländer haben aller Plausibilität nach stark von TLTRO-Effekten profitiert. Zwar mochte der Sprecher den entsprechenden Ergebnisbeitrag nicht näher quantifizieren. Das schiere Volumen der Geschäfte allerdings (1,7 Mrd. Euro, das sind mehr als 10% der Bilanzsumme) deutet daraufhin, dass das Zinsergebnis durch die Transaktionen in mutmaßlich zweistelliger Höhe aufgebessert wurde; 3.) Bei den 65,3 Mio. Euro handelt es sich um den sogenannten “Betriebsvergleichs”-Wert. Den eigentlichen HGB-Wert, der bei den Sparkassen in aller Regel niedriger ausfällt, wollte der Sprecher unter Verweis auf das noch fehlende Testat nicht verraten.


Erste Genobanken tasten sich in den Krypto-Hype hinein

Dass die Volks- und Raiffeisenbanken dem Thema “Krypto” offener gegenüberstehen als die Sparkassen, hatten wir neulich unter Verweis auf entsprechende Aussagen von BVR-Präsidentin Marija Kolak ja schon mal aufgeschrieben (siehe -> Volksbanken enthüllen Pläne für Krypto-Handel für Privatkunden). Interessant in diesem Zusammenhang: Nicht nur auf Gruppen-Ebene, sondern auch auf Primärbank-Ebene scheint die Experimentierfreude zuzunehmen. Bereits vor einigen Wochen hatten die Kollegen von Finance Forward über entsprechende Pläne der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte berichtet (siehe hier), die zurzeit an einem konkreten Krypto-Angebot arbeitet und sich sicherheitshalber schon mal die Rechte an der Marke “VR-BitcoinGoCard” gesichert hat. Die Volksbank Kurpfalz bietet ihren Private-Banking-Kunden derweil die Möglichkeit, über die Börse Stuttgart schon jetzt in Bitcoin und andere digitale Währungen zu investieren. Bislang nutze “eine mittlere zweistellige Zahl an Kunden” die entsprechende Handelsmöglichkeit, zitiert “Bloomberg” den Bereichsleiter Christopher Kalinasch. In Kürze solle das Produkt auch den normalen Privatkunden angeboten werden.

Volksbanken enthüllen Pläne für Krypto-Handel für Privatkunden

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