von Bernd Neubacher , 15. Juli 2026
Die Volksbank Köln Bonn zieht in der „Pascha-Affäre“ (siehe zuletzt –> Millionenkredit für Groß-Bordell bringt Volksbank Köln Bonn in Erklärungsnot) erste Konsequenzen. Wie das genossenschaftliche Institut auf seiner Website mitteilt, will der Aufsichtsrat eine externe Sonderprüfung durch eine unabhängige Kanzlei einleiten. „Mit der Untersuchung soll der Sachverhalt im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Verbindung eines Vorstandsmitgliedes der Bank zu den Protagonisten im Ermittlungsverfahren der sogenannten Luxus-Schleuseraffäre und die mögliche persönliche Vorteilnahme durch ein Vorstandsmitglied bei der Kreditvergabe für eine Zwischenfinanzierung der Immobilie Hornstraße lückenlos aufgeklärt werden“, heißt es in dem Statement wörtlich. Das betroffene Vorstandsmitglied werde für den Zeitraum der Untersuchung beurlaubt. Gleichwohl gelte „uneingeschränkt“ die Unschuldsvermutung.
In der Affäre geht es im Kern um einen Millionenkredit für den Kauf der Kölner „Pascha“-Immobilie – das „Pascha“ gilt als größtes Bordell in Europa. Die Volksbank Köln Bonn (Bilanzsumme: 6,8 Mrd. Euro) hatte dem chinesischen Erwerber einen Überbrückungskredit in Höhe von 5 Mio. Euro bewilligt. Laut Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung soll der eigentlich zustimmungspflichtige Marktfolge-Vorstand zum Zeitpunkt der Kreditentscheidung im Urlaub gewesen sein. Ein anderes Vorstandsmitglied habe die Kreditanfrage übernommen und für eine zügige Genehmigung gesorgt.
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