Exklusiv

Das Ende der Freestyle-Banker – die Bafin rasiert die Raiffeisenbank Plankstetten

Die Gemeinde Berching in der Oberpfalz ist bekannt für ihre Benediktinerabtei. Wobei die Benediktinerabtei genau genommen im Gemeindeteil Plankstetten steht, der wiederum in Finanzkreisen für etwas ganz anderes bekannt ist. Nämlich für seine Raiffeisenbank.

Dazu muss man wissen: Die Raiffeisenbank Plankstetten ist eine, gelinde gesagt, etwas spezielle Bank. Was vor allem daran liegt, dass sie seit mehr als 20 Jahren über zwei sehr spezielle Vorstände verfügt – bzw. verfügte, wie man seit dieser Woche sagen muss. Der eine heißt Elmar Weiß (er ist bzw. war der Marktvorstand). Und der andere Walter Frank (Marktfolge). Die Geschichte von Weiß/Frank geht so, dass das Duo in Berlin (beim BVR) bzw. in München (beim GVB) schon als berüchtigt galt, als die spätere „Effenberg-Bank“ noch von Pastorentöchtern geführt wurde. Was zur Folge hatte, dass der GVB, also der Genossenschaftsverband Bayern, die Raiba Plankstetten im Jahr 2009 kurzerhand rauswarf, woraufhin diese dem bis dato völlig unbekannten „Genossenschaftlichen Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern“ beitrat (siehe zum Hintergrund unser Stück hier) und später die Rechtsform einer Aktiengesellschaft annahm.

So richtig zuständig für die Raiba Plankstetten fühlte sich spätestens von da an irgendwie niemand mehr. Dachte man jedenfalls. Bis laut Recherchen von Finanz-Szene dieser Tage dann die Bafin auf den Plan trat. Und in einer Form interveniert hat, wie man das selten erlebt.

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