Sparkassen-Studie (#2)

Von Döbeln bis Syke: Das sind die „Hidden Champion“-Sparkassen

24. November 2021

Von Thomas Borgwerth und Heinz-Roger Dohms

Eigentlich hatten wir immer gedacht, dass sich die S-Finanzgruppe nicht nur durch ihr einheitliches Logo („S“ mit Punkt drauf) und ihre einheitliche Farbe (Rot-Ton: HKS 13), sondern auch durch eine einigermaßen homogene Performance auszeichnet.

Tatsächlich aber – und vielleicht ist das sogar das zentrale Ergebnis unserer gestern veröffentlichten großen Sparkassen-Studie – zeigt sich in der S-Finanzgruppe eine erstaunliche Spreizung. Denn: Dass sich unter den Kommunalinstituten etliche finden, die als angeschlagen oder gar gefährdet gelten müssen, hatten wir in unserem Auftakt-Artikel (-> Exklusiv: Bei jeder zehnten Sparkasse stellt sich die Überlebensfrage) ja bereits erwähnt. Indes: Irgendwo müssen die Milliardengewinne, die der Sektor als Ganzes immer noch ausweist, ja herkommen. Und siehe da – tatsächlich gibt’s in der Sparkassen-Finanzgruppe eine ganze Reihe von Playern, die trotz Zinstief und Margendruck nach wie vor ganz hervorragende Ergebnisse erzielen.

Eines dieser Vorzeige-Institute ist zum Beispiel die Kreissparkasse Biberach (Baden-Württemberg); in dieselbe Kategorie fallen auch die Stadt-Sparkasse Langenfeld (Rheinland), die SK Ingolstadt-Eichstätt (Bayern) oder die Kreissparkasse Syke (Niedersachsen); und im Osten der Republik haben wir sogar zwei Sparkassen aufgespürt, deren Cost-Income-Ratio den ING-Diba-Chef vor Neid erbleichen lassen würde (wobei die ING Diba vermutlich das bessere Risikoprofil hat …).


Im roten Bereich – Die große Sparkassen-Studie von Finanz-Szene.de

  • Die bislang tiefgründigste Studie über die Sparkassen
  • Welche Institute schon jetzt ums Überleben kämpfen
  • Sechs Key Findings – von Swap-Geschäften bis CIR-Alarm
  • Basierend auf der Auswertung von 1.956 (!) Abschlüssen


 

Sehen Sie also hier als zweites kleines Exzerpt aus unserer großen Studie: 15 „Hidden Champions“ unter den deutschen Sparkassen, gemessen jeweils an der durchschnittlichen Cost-Income-Ratio der Geschäftsjahre 2015-2019 …

Institut Region CIR
Sparkasse Spree-Neiße OSV 45,6%
OstseeSparkasse Rostock OSV 49,0%
Kreissparkasse Biberach SVBW 51,1%
Kreissparkasse Wiedenbrück SVWL 52,5%
Mittelbrandenburgische Sparkasse OSV 52,6%
Kreissparkasse Tuttlingen SVBW 52,7%
Sparkasse Bochum SVWL 53,5%
Sparkasse Ingolstadt Eichstätt SVB 54,3%
Stadt-Sparkasse Langenfeld RSGV 54,3%
Kreissparkasse Döbeln OSV 55,1%
Sparkasse Starkenburg SGVHT 55,7%
Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien OSV 55,7%
Kreissparkasse Syke SVN 58,1%
Sparkasse Regen-Viechtach SVB 58,6%
Sparkasse Niederbayern-Mitte SVB 58,7%

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