Finanz-Szene – Der Podcast (#19)

Was droht unseren Banken, wenn der Immobilien-Zyklus endet?

31. Mai 2021

Von Christian Kirchner

Als vor 15 Monaten (so lange ist das mittlerweile her …) die Corona-Krise übers Land kam, der Dax unter 9.000 Punkte rauschte und Sie wie wir uns fragten, was das alles denn nun für die deutschen Banken bedeutet – da stand eine Frage im Raum, die so wuchtig war, dass man sie sich laut kaum zu stellen traute: Und wenn jetzt der Immobilienmarkt abschmiert??? Schließlich ist die private Baufinanzierung jenes Feld, in der fast alle mitmischen, die Sparkassen wie die Genobanken, die Großen wie die Kleinen, die Cobas wie die Dibas. Marktvolumen insgesamt: 1,3 Billionen Euro.

Wie man heute weiß, haben sich die damaligen Sorgen nicht materialisiert. Stattdessen war das Neugeschäfts-Volumen nicht etwa gesunken, als das Corona-Jahr endlich rum war. Sondern um 4% auf 273 Mrd. Euro gestiegen. Alles gut also? Nächstes Thema? Halt, nicht so schnell!

Denn: Auch wenn der Crash am Wohnimmobilien-Markt ausgeblieben ist – die Zeichen, dass der Superzyklus bald enden könnte, mehren sich. So wagte sich das Research der Deutschen Bank zuletzt mit einer sehr konkreten Prognose nach vorn: 2024 werde es so weit sein! Wobei: Die private Baufinanzierung ist ja nur das eine. Das andere ist die gewerbliche Immofinanzierung. Und dort sind die Einschläge (ablesbar an der Risikovorsorge, die die Hypothekenbanken 2020 bilden mussten) ja längst zu spüren.

Höchste Zeit also, den Dingen mit einem der kundigsten Fachleute hierzulande einmal auf den Grund zu gehen, nämlich mit Tobias Just, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienwirtschaft an der Regensburger IREBS. Wie ist die Lage da draußen wirklich? Wo lauern konkrete Gefahren für die Banken? (Wann) kommt der negativ verzinste Immobilienkredit? Und warum steht und fällt so vieles mit der Zuwanderung?

Gesponsert wie die heutige „Finanz-Szene – Der Podcast“-Ausgabe von Europace, Veranstalter der EPK Excite-Messe am 15./16. Juni zum Thema Bankeigenvertrieb. Und auf geht’s!

Kapitelmarken (auch im Player enthalten):

  • 02:29: Geht der Preiszyklus dem Ende entgegen?
  • 05:50: „Übernachfrage in Ballungsräum ist durch Pandemie nicht verändert worden“
  • 07:24: Warum ist die Risikovorsorge der Banken für Immobilien so absurd niedrig?
  • 08:25: Zwangsversteigerungen als Risikoindikator
  • 09:42: Der deutliche Margenrückgang der Banken bei Gewerbeimmobilien
  • 11:18: Die veränderte Struktur der typischen Finanzierungen
  • 12:40: Flut der „100-Prozent-Finanzierungen“ – was ist dran?
  • 14:10: Was Corona verändert hat im Markt
  • 16:30: „Der größte Mythos bei Immobilien? Dass sie risikoarm sind!“
  • 19:57: Droht der Tod der Innenstadt, wie wir sie kennen?
  • 22:45: Blitzrunde!
  • 26:45: Der Clicker für ein mögliches Zyklusende: Veränderte Zuwanderung
  • 29:15: Metropole vs. Provinz: Schlummert die wahre Vermögensillusion in der Provinz?
  • 30:55: Städte-Risiken auch für Banken: Zinsänderung und Arbeitslosigkeit
  • 31:34: Deutschland im internationalen Vergleich
  • 34:10: Die strukturellen Risiken bei Gewerbeimmobilien durch Corona

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