Kurz gebloggt

Was sind die Motive hinter der Selbstabwicklung der LBB?

6. September 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Ziehen wir nach sieben verwirrenden Tagen ein kleines Fazit.

  1. Die LBB verkauft die Berlin Hyp, weil die hierfür nötigen Holding-Strukturen nicht länger aufrechterhalten werden sollen. Okay, nachvollziehbar;
  2. Die LBB/Berliner Sparkasse fährt das Neugeschäft mit Firmenkunden um 45% runter, weil – äh, wieso eigentlich? Seltsam!;
  3. Selbige LBB/Berliner Sparkasse fährt das Neugeschäft in der gewerblichen Immo-Finanzierung sogar um 59% (!) runter, weil …? Ja, weil (wenn wir an dieser Stelle ein bisschen paraphrasieren dürfen) auf dem Berliner Immomarkt nix, aber auch wirklich gar nix mehr geht. Echt nicht?; und …
  4. Die LBB erklärt, das bis vor wenigen Wochen mit saftigen Investitionen gepimpte Geschäft mit Co-Branding-Kreditkarten werde in der bisherigen Form „nicht weitergeführt“. Äh, ja warum denn nicht?

… Wenn man den gesunden Menschenverstand bittet, sich einen Reim auf all das zu machen, dann bleibt dem gesunden Menschenverstand kaum etwas anderes übrig, als hinter der Selbstabwicklung der Berliner Landesbank politische Motive zu vermuten. Motto: Lieber DSGV (der als Eigentümer hinter der LBB/Berliner Sparkasse steht), beschränke Dich von nun an bitte auf den Berliner Sprengel und ziehe Dich aus dem übrigen Bundesgebiet so weit wie möglich zurück.

Indes: Genau dieses Primat der Politik wird im Umfeld des DSGV bestritten. Wenn nun aber keine politischen Motive hinter der Radikal-Transformation der LBB/BSK stehen – dann müssen es ja geschäftspolitische sein.

Dies, allerdings, würde noch mehr Fragen aufwerfen als ohnehin schon.

LBB wird zerfleddert +++ ADAC-Deal ist tot +++ Was wird aus dem Co-Branding?

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