Exklusiv

Helaba besetzt Fintech-Chefposten mit Coba-Manager

6. April 2022

Von Georgia Hädicke

Die Helaba besetzt die Chefposition ihres Kommunalfinanzierungs-Fintechs Komuno mit dem bisherigen Coba-Manager Nathaniel Neudecker. Wie aus dessen Social-Media-Profil hervorgeht, arbeitete Neudecker insgesamt 15 Jahre für die Commerzbank, zunächst im Private Banking, später in verschiedenen digitalen Einheiten – und dort zuletzt als “Head of Cloud Strategy und Transformation”. Seinen Wechsel zu Komuno machte Neudecker diese Woche selber öffentlich, eine Kommunikation durch die Helaba erfolgte (so weit für uns ersichtlich) nicht.

Die 2018 gestartete Komuno-Plattform ist auf Kommunalkredite und Fördergelder spezialisiert. Es handelt sich um ein Joint Venture der Helaba-Digitaleinheit “Helaba Digital GmbH & Co. KG” (zuletzt knapp 63% der Anteile) und der Lucht Probst Associates GmbH, einem Entwickler und Beratungshaus für technologiebasierte Kapitalmarktlösungen für Finanzinstitutionen. Laut Website interagieren über Komuno 96 Banken und 362 kommunale Kunden; seit September 2018 hat es (wenn wir es richtig verstehen) rund 1.500 Ausschreibungen gegeben. Bei der Helaba war am Nachmittag für Nachfragen niemand mehr zu erreichen.

Die hessisch-thüringische Landesbank hatte ihre Digitaleinheit 2018 gestartet, war mit dieser bislang allerdings nur zwei Beteiligungen eingegangen – abgesehen von Komuno noch Arabesque Ray, also der Anbieter für Nachhaltigkeits-Rankings, an dem auch die Commerz Real, die DWS und das Land Hessen Anteile halten. Kürzlich gab die Helaba allerdings noch ein weiteres Fintech-Investment bekannt. Gemeinsam mit der BayernLB und der Raiffeisen International stiegen die Frankfurter bei der Schuldschein-Plattform VC Trade ein. Ob diese Beteiligung über ebenfalls über die Digitaleinheit oder unmittelbar über die Helaba erfolgte, blieb unklar.

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