Kurz gebloggt

Das gab es diese Woche noch in der Rubrik Konto und Kunde

Das Fintech Vivid bringt eines der aggressivsten Cashback-Programme für die Kontonutzung überhaupt an den Start: Künftig fließen auf alle (!) Kartenzahlungen im kostenlosen Basis-Konto 0,2% Cashback an die Kunden. Bedingung sind allerdings 500 Euro Mindestumsatz pro Monat mit der Karte. So genannte “Prime”-Kunden, die 9,90 Euro pro Monat für die Premium-Kontovariante zahlen, erhalten sogar 1% auf alle Kartenzahlungen ohne Mindestumsatz. Der Cashback fließt aktienbasiert in ein Wertpapier der Wahl der Kunden, wobei diese allerdings nur von positiven Wertentwicklungen partizipieren.

Die Volksbank Kurpfalz prescht im genossenschaftlichen Lager mit dem Angebot an Bitcoin und anderen Kryptowährungen vor. Möglich sei dies über eine Kooperation mit der Börse Stuttgart. Man habe “eine temporäre mittelfristige Lösung geschaffen, bis der genossenschaftliche Verbund eine eigene flächendeckende Lösung für den Handel von Kryptowährungen entwickelt hat”, zitiert “Bloomberg” den Bereichsleiter Vertriebsmanagement der Bank mit rund 3,7 Mrd. Euro Bilanzsumme und Sitz in Heidelberg.

Bei den Sparkassen steht dem Vernehmen nach der grobe Plan, wie man mit dem Aus des Maestro-Co-Badges auf der Girocard umgeht. Demnach ist trotz einer bislang sehr überschaubaren Verbreitung die “Co-Badge-Lösung” aus Debitcard plus Girocard der präferierte Weg, mit dem sich aktuell “alle Sparkassen beschäftigen” und hier auch bis Mitte 2023 ein Angebot haben werden, wie ein in dieser Dingen üblicherweise gut informierter Mitarbeiter der Sparkassengruppe auf Twitter erklärte. Zudem laufen aktuell bereits erfolgreiche Tests, auch eine digitale Debit-Mastercard parallel zur Girocard anzubieten. Die soll bis Sommer für alle Kundinnen und Kunden kommen, die schon heute eine Sparkassen-Card mit Co-Badge Debit-Mastercard haben (was naheliegenderweise auch deren Attraktivität für Nutzer erhöht)

Bei der neu frisch fusionierten Rheinhessen Sparkasse steigen die Kontogebühren deutlich gegenüber denjenigen der Vorgängerinstitute (Sparkasse Worms-Alzey-Ried sowie Sparkasse Mainz) kräftig an. So kostet das Online-Konto künftig 3,90 Euro pro Monat und das klassische Pauschalkonto 8,90 Euro. Für die Sparkassencard sind zusätzliche 18 Euro im Jahr fällig. Zum Vergleich: Die vergleichbaren Konten der Sparkasse Mainz kosteten bislang 1,90 und 4,90 Euro und der Sparkasse Worms-Alzey-Ried 3 und 6 Euro). Die Preisänderungen werden bei den Kundinnen und Kunden parallel zur erbetenen Zustimmung zur neuen AGBs “eingeflogen” – und sind nicht unumstritten bei den Trägern. Denn: Mit der Fusion klettern auch die Vorstandsgehälter aufgrund der höheren Bilanzsumme kräftig. Die Kontoleistungen bleiben indes gleich. (Allgemeine Zeitung Mainz Print v. 21.3., S. 21)

Dir Fidor Bank macht als eine der ersten Banken offenbar ernst mit der Kündigung von Kunden, die nicht den neuen AGBs zustimmen. Man kündige “unter Einhaltung der mit Ihnen vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist von zwei Monaten zum 31.05.2022 die Geschäftsbeziehung”, heißt es in einem Finanz-Szene vorliegenden automatisierten Schreiben. Alle Funktionen des Kontos würden deaktiviert zu diesem Zeitpunkt. Man möge ein mögliches Guthaben-Saldo rechtzeitig vor dem 31.05.2022 selbständig auf ein anderes Konto der Wahl überweisen, heißt es weiter.

Finanz-Szene geht ab Oktober hinter die Paywall ...

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