War nicht so gemeint! DKB rückt von 8-Mio.-Kunden-Ziel ab

27. September 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Wenn alle anderen links abbiegen, einer aber rechts – kann es sein, dass der eine dann möglicherweise einer Fehleinschätzung unterliegt?

Was jedenfalls auffällt: Abgesehen von den Neobanken sind in den letzten Jahren praktisch sämtliche namhaften hiesigen Geldinstitute vom Neukunden-Mantra abgerückt. Am spektakulärsten die Commerzbank (siehe -> Die Wahrheit über die Neukunden der Commerzbank), aber zum Beispiel auch die ING Diba (-> ING gewinnt kaum noch Neukunden – und kippt das 10-Mio.-Ziel) oder die Santander Consumer Bank (-> Deutsche Santander schrumpft weiter – und verdient prächtig). Die einzige Bank, die es anders machte (und nach eigenem Empfinden besser wusste) war die DKB, die vor ziemlich genau zwei Jahren die Losung ausgab, die Kundenzahl bis 2024 auf 8 Mio. Kunden verdoppeln zu wollen.

Seitdem hat die BayernLB-Tochter ihr Kundenwachstum zwar zugegebenermaßen beschleunigt. Aber bei weitem nicht so stark, dass es ausreichen würde, die Zielmarke zu erreichen. So überraschte nicht wirklich, dass die DKB Anfang September durchblicken ließ, nun auch auf anorganische Zuwächse –sprich: auf Akquisitionen – zu setzen (-> Die DKB will zukaufen! Aber wen? Fünf Ideen unsererseits).

Und nun? Geht Vorstandschef Stefan Unterlandstättner in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ (Print) noch einen Schritt weiter und sagt, die 8-Mio.-Kunden-Marke sei „nicht der wesentliche Punkt“. Er habe das Ziel damals auch genannt, weil er  „das Ambitionsniveau verdeutlichen wollte“.

Mmmh, war also alles nicht so gemeint? Ach so?!

Die DKB will zukaufen! Aber wen? Fünf Ideen unsererseits

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