In eigener Sache

Warum Finanz-Szene schon bald eine Paywall einführt

Liebe Leserin, lieber Leser, seit ziemlich genau fünf Jahren machen wir zwei jetzt miteinander rum, und niemand wird behaupten, dass es nicht die meiste Zeit sehr schön gewesen wäre. Indes – und wir haben das immer gewusst und Sie haben‘s vermutlich geahnt: Es war eine Amour fou. Aber nichts fürs Leben. Oder anders ausgedrückt: So dankbar wir für Ihre Unterstützung sind und so viel Spaß das auch alles macht – es ist an der Zeit, eine Paywall einzuführen (und zwar im Laufe des Oktobers, die Details finden Sie in kompakter Form hier).

Um kurz auszuholen: Schon als wir 2017 unsere Geschäftsidee entwickelten, taten wir das in der festen Absicht, eher früher als später eine Bezahlschranke zu etablieren. Dass es dann doch eher später geworden ist, hat folgende Gründe: 1.) Wir machen jeden Tag diesen Newsletter hier, wodurch für andere Dinge eher wenig Zeit bleibt; 2.) Es hat gedauert, das passende Team zusammenzustellen (aber jetzt sind wir so weit!); und 3.) Das Werbegeschäft hat sich zugegebenermaßen dann doch als ziemlich einträglich entpuppt. Da kann, wer Journalist ist und kein Verlagskaufmann, schon mal das Gefühl entwickeln: Och, läuft doch, lassen wir‘s halt noch ein bisschen laufen. Jedoch: Man kann das nicht ewig so laufen lassen. Denn rein werbefinanzierter Journalismus ist (selbst mit >40.000 Abonnenten, 50% Newsletter-Open-Rate und einer wunderbar spitzen Zielgruppe) kein dauerhaft sinnstiftendes Geschäftsmodell.

Wie Sie hoffentlich an der Entwicklung unseres Produkts bemerken: Wir investieren massiv. In den Aufbau von Datenbanken. In die Verbesserung der Technologie (aktuell stehen wir vor dem Relaunch unserer Website). Und natürlich ins Team, ins Team, ins Team. Gestartet als Ein-Mann-Unternehmung, besteht die Kern-Mannschaft inzwischen aus vier Redakteuren (davon drei Vollzeit) und einem Analysten. Hinzu kommen in ausgelagerter Form die übrigen Gewerke, darunter Technik, Vermarktung und – der elendste Kostenblock von allen – Recht.

Plus: Wir stellen in Kürze eine “Customer Relations”-Kraft ein, die sich in Zukunft ausschließlich um die Belange der Abonnentinnen und Abonnenten kümmern soll. Und, bevor wir’s vergessen: Per Oktober verstärken wir die Redaktion erneut, diesmal mit einem der renommiertesten Banken-Journalisten hierzulande (den Namen dürfen wir in Kürze vermelden, wobei er sich in Frankfurt ja eh schon rumgesprochen zu haben scheint…).

Wir wollen das Produkt bleiben, das wir sind – nur besser

Unser Ziel: Einerseits soll Finanz-Szene genau das Produkt bleiben, das Finanz-Szene ist. Andererseits wollen wir den Mehrwert für unsere Abonnentinnen und Abonnenten noch einmal merklich erhöhen. Wozu beispielsweise gehört, dass wir unsere Berichtserstattung weiter ausbauen bzw. vertiefen werden (Details hinter dem Link weiter unten). Natürlich wird es auch weiterhin ein kostenloses Angebot geben. Zugleich ist es allerdings so, dass wesentliche Teile der Berichterstattung künftig hinter der Paywall stattfinden. Und: Es ist notwendigerweise auch so, dass wir uns preislich grob gesagt (die Details werden gerade ausgearbeitet) an den Angeboten anderer B2B-Fachmedien orientieren werden. Also kein Netflix-Modell.

Die Umstellung auf Paid ist nicht ohne Risiko. Denn: Als Medium leben wir stark vom tagtäglichen Austausch mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Wir dürfen nicht zu viele und wollen keinen einzigen von Ihnen verlieren. Zugleich aber gilt, siehe oben: Es darf nicht nur Spaß machen, es muss sich auch rechnen. Vermutlich werden uns in den kommenden Wochen einige freundliche Mails erreichen, mit dem Tenor: “Ich schätze Eure Arbeit – aber das Geld ist sie mir dann doch nicht wert.” Fair enough!!! Zugleich sind wir zuversichtlich, dass viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, unseren Weg mitgehen werden. Wir versprechen: Wir werden alles dafür tun, dass sich das Abo auch für Sie rechnet!

Bleibt noch die Frage, wie das Bezahlmodell denn nun konkret aussieht. Also: Einer unserer Gesellschafter, nämlich der auf eine eigene Art ziemlich kluge OMR-Gründer Philipp Westermeyer, hat gemeint, er unterstütze jedwedes Paid-Modell, solange es sich in zwei Sätzen erklären lasse. Versuchen wir’s mal:

  1. Vor der Paywall wird zwar immer noch ein bisschen rumgemacht werden.
  2. Wer allerdings wissen will, ob vielleicht noch mehr geht, der muss von Oktober an zahlen.

Hier erfahren Sie – völlig kostenlos – die Details.

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