Kurz gebloggt

200.000 statt 500.000: So viele Kunden hat Nuri wirklich

Zu den Dingen, die einen bei Nuri skeptisch machen mussten, gehörten die – gefühlt – immer viel zu hohen Kundenzahlen. Als wir zu Zeiten, als Nuri noch “Bitwala” hieß, einfach mal nachfragten, wie die Krypto-Bank denn “Kunde” definiert, bekamen wir zur Antwort: “Wer unser Kunde ist, hat alle Bedingungswerke akzeptiert und wird von uns als Kunde regelmäßig angesprochen.”

Was uns eine nicht nur (passend zum Geschäftsmodell) kryptische, sondern auch generöse Definition von Kunde zu sein schien.

Jedenfalls: Der vorläufige Insolvenzverwalter Jesko Stark, der bei Nuri jetzt das Wort führt, hat gestern gleich mal ein paar Dinge klargestellt: Anders als offiziell noch kommuniziert, zählt das Berliner Pleite-Fintech demnach keine 500.000, sondern gerade mal rund 200.000 Kunden. Und selbst diese Zahl basiert auf einer eher weit gefassten Definition – nämlich Kunden, die die “Identifikation durchlaufen” haben, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters auf Nachfrage präzisierte.

Freilich: Ein hoffnungsloser Fall dürfte Nuri, anders als (siehe unten) Vantik, trotzdem nicht sein. 200.000 identifizierte Nutzer sind ja nicht soooo schlecht. Und die zuletzt genannten 500 Mio. Euro Assets und der vom Insolvenzverwalter für 2021 genannte Umsatz (12 Mio. Euro) sind es auch nicht. Und so versprühte Stark gestern erst mal Optimismus: “Erste ermutigende Gespräche mit Investoren“ habe es bereits gegeben.

Finanz-Szene geht ab Oktober hinter die Paywall ...

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