Exklusiv

Bunq erhöht die Kontogebühren. Aber ist das BGH-konform???

1. Juni 2021

Von Christian Kirchner

Wussten Sie schon, dass die auch hierzulande sehr aktive niederländische Neobank Bunq gestern Abend nicht nur ein großes App-Update angekündigt hat – sondern auch (hübsche Formulierung) „ein paar Veränderungen bei den Preisen“.

Konkret:

  1. Das Kostenloskonto wird abgeschafft, Bestandskunden in ein kostenpflichtiges Modell überführt
  2. Stattdessen etabliert Bunq ein neues, 2,99-Euro teures Basiskonto
  3. Auf die beiden anderen Kontomodelle wird je ein Euro draufgepackt; sie kosten jetzt 8,99 Euro bzw. 17,99 Euro
  4. Die Anzahl der kostenlosen Abhebungen sinkt deutlich
  5. On top wird an diversen anderen Preisschräubchen gedreht

Alles in allem also nichts, was man nicht schon mal gesehen hat, zumal bei Bunq, einem in puncto Gebührenerhöhungen ja durchaus vorbelasteten Player. Was uns aber dann doch interessierte: Kann man das so denn seit dem BGH-Gebühren-Urteil überhaupt noch machen?

Mal rasch in die AGB geguckt: Die Änderungen, schreibt Bunq, werden „60 Tage nach Veröffentlichung wirksam“. Und: „Bitte stelle die Nutzung unserer Services ein und beende die Vereinbarung (…) falls du den angepassten Geschäftsbedingungen nicht zustimmst.“

Upps. Hoffen wir mal, dass die BGH-Richter kein Konto bei Bunq haben. Und schon gar nicht das bislang kostenlose …

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