Fintech-Snippets

Die M&A-Pläne von N26 sowie News zu Tomorrow, Wefox, Zinsbaustein

13. August 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Die plötzliche M&A-Welle auch in der deutschen Fintech-Branche (bestes Beispiel: Solarisbank übernimmt Contis) wurde ja kürzlich bei Finance Fwd sehr schön aufgedröselt. Nun hat der Kaufrausch offenbar auch N26 erwischt. Darauf zumindest deutet eine Stellenanzeige hin, die bis Mitte dieser Woche auf der Website von N26 zu finden war und die wir über die Webcache-Funktion rekonstruiert haben. Zitat (pardon my French):

„We are seeking an experienced Head of M&A to build and lead a small team of professionals to steer all M&A activities to further accelerate the growth of N26 across the globe. You will have the opportunity to develop an entirely new team to execute on M&A deals, having a tremendous impact on the fulfilment of our growth targets.“

Das klingt, also wollte N26 jetzt tatsächlich Gas geben. Das nötige Geld soll ja demnächst reinkommen.

[Hinweis: Die ebenfalls tagesaktuelle Story über N26 und die Geldwäsche lesen Sie hier]



Dass das Hamburger Power-Fintech Naga neuer Hauptsponsor der FC Sevilla ist, das hatten wir Ihnen diese Woche ja schon kurz erzählt. Damit nicht genug, hat sich das Berliner Fintech-Unicorn Wefox nun die Namensrechte am Stadion des FC Schaffhausen gesichert. Eine ganz, ganz tolle, ziemlich innovative Entwicklung ist das, wenn man uns fragt. Fußball-Sponsoring!!! Dass die Finanzbranche da nicht früher drauf gekommen ist …



Ärger für die sich ökologisch gebende (wobei: vielleicht ist man’s ja auch wirklich…) Neobank Tomorrow: Die Verbraucherzenrale Baden-Württemberg hat das Hamburger Fintech wegen „irreführender Nachhaltigkeits-Werbung“ (so zumindest die Behauptung der Verbraucherschützer) abgemahnt. Hintergrund, wir zitieren das „Handelsblatt“ (Paywall), das die Geschichte umfänglich aufgeschrieben hat: Für 15 Euro im Monat sollen Kontoinhaber bei Tomorrow nicht nur eine Kontokarte aus Holz bekommen, sondern auch eine Kompensation des eigenen CO2-Fußabdrucks. Das aber sei Quatsch, sagen die Verbraucherschützer. Denn: Was ist mit den Kunden, deren CO2-Fußabdruck höher ist als 15 Euro?



Das Berliner Fintech Zinsbaustein, das zu den Verfolgern von Exporo im Crowd-Immo-Finanzierungsmarkt gehört, hat diese Woche via „BÖZ“-Interview einen schlüssellochgroßen Einblick in seine Geschäftsentwicklung gegeben: Das Volumen der eingeworbenen Anlagen seit Gründung betrug demnach per Ende Juli 116 Mio. Euro; zudem sei in diesem Jahr per Ende Juni schon „mehr vermittelt [worden] als im gesamten Vorjahr“ (ob damit die Zahl der Projekte oder das finanzielle Volumen gemeint ist, bleibt unklar).

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