Kurz gebloggt

Revolut-Zahlen relativieren den Horrorverlust von N26

21. Juni 2021

Von Heinz-Roger Dohms und Caspar Schlenk

Kann es sein, dass N26 am gestrigen Montag ein Stück weit rehabilitiert worden ist – und zwar ausgerechnet durch den britischen Rivalen Revolut?

Rückblick: Im März hatte die Berliner Neobank für 2019 einen regelrechten Horrorverlust offenbart. Was auch insofern Verdacht erwecken musste, als Revolut im nämlichen Geschäftsjahr bei einem sehr viel geringerem Fehlbetrag (124 Mio. Euro vs. 217 Mio. Euro) ungleich höhere Erträge (191 Mio. Euro vs. 94 Mio. Euro) erwirtschaftet hatte, siehe unsere Analysen hier und hier.

Gestern indes hat nun Revolut seine 2020er-Zahlen veröffentlicht. Und auch wenn man berücksichtigen sollte, dass die Corona-Krise mehr oder weniger alle Challenger-Banken hart getroffen hat, so bleibt doch festzuhalten: Imposant sieht anders aus:

  • Die (um Krypto-Kursgewinne bereinigten und durch die Umrechnung in Euro leicht verzerrte) Erträgen stiegen nämlich lediglich um rund ein Drittel auf knapp 260 Mio. Euro
  • Wohingegen der Verlust um fast 60% auf 196 Mio. Euro explodierte.

Zum Vergleich: Bei N26 gehen wir für 2020 von Erträgen von vielleicht 120 Mio. bis 140 Mio. Euro aus. Und der Verlust? Ist, wie bereits mitgeteilt, auf 110 Mio. Euro gesunken.

Pi mal Daumen: Zumindest scheint die Schere zwischen N26 und Revolut im Corona-Jahr nicht weiter aufgegangen zu sein.

Diese 15 Details offenbart der Lagebericht von N26

NEWSLETTER

Deutschlands führender Banken-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing