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Solarisbank verliert auch noch den COO. Plus: mehr Personalien

Exklusiv: Solarisbank verliert COO – und verstärkt neue Service-Tochter

Bei der Solarisbank dreht sich das Personal-Karussell in der Führungsebene weiter: Nachdem zu Beginn der Woche bereits der Abgang von IT-Chef Hima Mandali bekanntgegeben wurde, verlässt nach exklusiven Finanz-Szene-Informationen zur Jahresmitte auch Operations-Chef Daniel Seifert das Berliner „Banking-as-a-Service”-Fintech, wie ein Sprecher bestätigte.

Im Hintergrund läuft allerdings ein noch größerer strategischer Umbau: Wie wir jetzt erst erfahren haben, hat die Solarisbank bereits Anfang des Jahres ihre “Operations”, darunter auch Kunden-Service und Ident-Prozesse, in eine Dienstleistungsgesellschaft ausgelagert – und zu diesem Zwecke die „Solaris Operations GmbH“ gegründet. Für die neue Tochter holt die Solarisbank nun, wie Finanz-Szene ebenfalls exklusiv erfuhr, zum Sommer Martin Postweiler als neuen „VP Banking Operations“ von der in Auflösung befindlichen Fidor Bank.

Als Geschäftsführer der neuen GmbH sind Felix Frenzel und Stephan Czajkowski vorgesehen, die dort die Bereiche Kundenservice bzw. KYC (“Know your Customer“) verantworten. Seiferts interner Nachfolger Walter Minehuber wird deshalb auch nicht den Titel “COO” tragen, sondern übernimmt als „Senior Vice President“ eine Schnittstellenfunktion zwischen der Solarisbank und der neuen Tochtergesellschaft.


Weitere Personalien im Überblick:

  • Die LBBW holt Carmen Müller als Bereichsleiterin für das Unternehmenskundengeschäft von der Standard Chartered Bank. Müller firmierte die Frankfurter Dependance der britischen Großbank als Managing Director, bei der Stuttgarter Landesbank soll sie sich nun auf den Ausbau des internationalen Geschäfts fokussieren.
  • Darüber hinaus bekommt die größte deutsche Landesbank eine neue Kommunikationschefin: Angela Brötel wechselt zum 1. September vom Energiedienstleister EnBW zur LBBW und berichtet direkt an Vorstandschef Rainer Neske.
  • Die Frankfurter Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe hat ihren früheren Leiter der Konzern-Revision, Andreas Prahst, an die Pictet Group verloren. Dort firmiert er ausweislich seines Social-Media-Profils als “Executive Director” mit Sitz weiterhin in FFM.
  • Der Vorstandschef der genossenschaftlichen BB Bank, Oliver Lüsch, beerbt seinen Vorgänger Wolfgang Müller nun auch im Aufsichtsrat des sektoreigenen Fondsdienstleisters Union Investment. Zudem zieht Lüsch ins Kontrollgremium der Württembergischen Lebensversicherung ein.
  • Das Berliner Investment-Fintech Raisin (“Weltsparen”) verliert seinen Produktchef: Wie auf den Social-Media-Kanälen des Führungsteams verlautete, wird Jim Banister das Finanz-Startup (wo nach dem Übernahme von Deposit Solutions personalseitig zuletzt eher konsolidiert wurde, siehe hier) verlassen.
  • Die Smartbroker Holding (die bis vor Kurzem noch Wallstreet Online AG hieß) baut ihre Führungsriege mit zwei Managerinnen weiter aus: Elise Rottstegge wechselte Anfang des Monats als „Managing Director Human Resources“ von der ING-Tochter Lendico. Im April war bereits Jana Pudack-Nothnick als „Managing Director Customer Service“ von der BNP Paribas gekommen.
  • Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) bekommt einen neuen Vorstandschef: Thorsten Müller, Managing Partner beim Corporate-Finance-Beratung Lighthouse, tritt die Nachfolge von DZ-Privatbank-Vorstand Stefan Bielmeier an, der sich nicht zur Wiederwahl gestellt hatte.
  • Der bisherige Chef der Abteilung für Bankenaufsicht bei der Bundesbank wechselt intern: Reinhold Vollbracht wird zum 1. August Präsident des Regionalbüros der Bundesbank in Bayern, wie er auf seinem Social-Media-Profil bekanntmachte.
  • Baden-Württembergs größte Sparkasse, die SPK Pforzheim Calw, bekommt einen neuen Vorstand: Sven Eisele übernimmt ab Oktober das Ressort Private Banking sowie das Privatkunden-Geschäft, die Finanzberatung, Immobilien und das Versicherungs- und Vorsorgcenter. Er folgt auf Sieghardt Bucher, der in den Ruhestand geht.
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