von Christian Kirchner, 30. Januar 2026
Der Berliner Neobroker Trade Republic unternimmt den vermutlich entscheidenden Schritt, um den Wertpapierhandel seiner Kunden künftig selbst abzuwickeln. Wie aus einem Registereintrag der Bafin hervorgeht, hat der Neobroker über eine Tochtergesellschaft namens Trade Republic Business III GmbH in der vergangenen Woche die Erlaubnis zum „Betrieb eines multilateralen Handelssystems“ erhalten.
Formell darf ein solches System „die Interessen einer Vielzahl von Personen am Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten innerhalb des Systems“ zusammenbringen, wie es im Wertpapierhandelsgesetz heißt. Praktisch bedeutet es: Trade Republic darf künftig einen eigenen Handelsplatz mit selbst gewählten „Market Makern“ betreiben.
Die Bafin-Erlaubnis bedeutet einen Zäsur in der Entwicklung des größten deutschen Fintechs. Bislang arbeitet Trade Republic aufs engste mit Lang & Schwarz als zentralem Handelspartner zusammen, wobei die Orders in aller Regel über den außerbörslichen Handelsplatz LS Exchange abgewickelt werden.
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