Aus der Szene

Warum Bitwala wieder mal “Erster” ist. Und 2,5 Jahre zu spät.

Die Berliner Krypto-Bank Bitwala gehört zu jenen Fintechs, bei denen man sich manchmal wünschen würde, die Performance wäre so gut wie die PR. Vor wenigen Tagen zum Beispiel: Zog die Verpflichtung einer neuen Technikchefin eine mediale Anteilnahme nach sich, als hätte Jesus Christus bei N26 angeheuert. Diese Woche nun: Hat Bitwala ein neues Produkt eingeführt. Nämlich einen Sparplan auf Bitcoin und Ethereum. Wobei das Fintech betont, es handele sich um “das erste derartige Angebot in Deutschland”.

Doch ist dem wirklich so? Der wunderbare Blogger a.D. Dirk Elsner merkt bei Twitter an, dass Coindex aus Bielefeld ein zumindest grob vergleichbares Produkt offeriert. Und das hochgewettete Ösi-Fintech Bitpanda? Darf seine Krypto-Sparpläne zwar hierzulande nicht aktiv bewerben. Wohl aber an hiesige Kunden vertreiben. Gelauncht wurde das Produkt nach Bitpanda-Angaben übrigens im März 2021 2020 2019.

Was in Bezug auf Bitwala (bzw. “Nuri”, wie Bitwalas Markenname neuerdings lautet, natürlich nicht in Anlehnung an den gleichnamigen, ebenfalls recht langsamen Fußballspieler …) folgenden Rückschluss zulässt: Die Berliner mögen vielleicht “Erster” sein. Hätte das vor zweieinhalb Jahren aber auch schon sein können.

Finanz-Szene geht ab Oktober hinter die Paywall ...

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