Die Grafik (#3)

Wie Trade Republic trotz Trading-Flaute weiter wachsen will

28. September 2021

Von Caspar Schenk und Heinz-Roger Dohms

Vorweg: Ein Download ist das eine. Ein Kunde das andere. Nicht jeder Interessent, der sich die App eines Fintechs herunterlädt, durchläuft im Anschluss tatsächlich den KYC-Prozess. Und selbst wenn er es tut: Auch ein identifizierter User ist noch nicht unbedingt ein Kunde. Zumindest noch keiner, mit dem das Fintech wirklich Geld verdient.

Mithin: Unsere heutige Grafik ist mit Vorsicht zu genießen. Gleichwohl wollen wir Sie Ihnen nicht vorenthalten – denn dafür ist Sie zu spannend:

Was sieht man?

Also: Man sieht zunächst einmal das, was wir ja schon öfters beschrieben hatten (siehe etwa -> Wertpapier-Boom ebbt ab. Wie hart trifft’s Trade Republic?), nämlich dass der große Trading-Boom, der im ersten Quartal seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte, im Frühjahr abgeebbt ist. Und zwar auch bei Trade Republic. Jedenfalls gemessen an den mutmaßlichen Download-Zahlen, für die wir uns mithilfe der Kollegen von "Finance Forward" des Analyse-Tools Airnow bedient haben.

Indes: Dem Jahrestief im Juni folgte, wenn man dem Analyse-Tool glaubt, ein bemerkenswertes Comeback im Juli und mehr noch im August. Dabei profitierte Trade Republic von seinen beiden neuen Märkten, nämlich Frankreich (blauer Balken) und Österreich (roter) – aber beileibe nicht nur. Denn auch in Deutschland (schwarze Balken) sind die Zahlen Airnow zufolge zuletzt wieder deutlich nach oben gegangen.

Ist das valide? Ja. Denn zum einen gilt das verwendete Tool als aussagekräftig. Und zum anderen hat Trade Republic – gestärkt durch sein Mega-Funding Mitte Mai – zuletzt massiv das Marketing hochgefahren. Bei den Downloads zeigt sich die Wirkung bereits. Ob für die Umsätze dasselbe gilt, wird man irgendwann sehen.


Eine ausführliche Analyse, auch mit Download-Zahlen zu Robinhood, Scalable Capital, eToro und Bux, gibt es heute im Laufe des Morgens bei den Kollegen von "Finance Forward".


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