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01/03/21: Wo die Coba dichtmacht, Hypoports Eingeständnis, Unzer-Knaller

28. Februar 2021

Hypoports arg spätes Eingeständnis: An dem Berliner Plattform-Champion gibt’s ja eigentlich wenig zu kritteln, heute müssen wir es aber doch mal tun. Denn am Freitagabend (also zwei Monate nach Jahresbeginn) kam per Ad-hoc die Nachricht, dass die erst am 2. November (also zwei Monate vor Jahresende) aufgestellte 2020er-Umsatzprognose zwar nicht dramatisch, aber doch ein gutes Stück weit verfehlt worden ist. 387 Mio. Euro (plus 15% zum Vorjahr) statt der avisierten 400-440 Mio. Euro. Die Aktie nachbörslich bei Tradegate um 8% runter.

Andere Stadt, andere Farbe, komplett anderes Ergebnis: Was eigentlich macht die größte deutsche Sparkasse (also die aus Hamburg) falsch – und was die größte deutsche Volksbank (also die aus Berlin) richtig? So genau wissen wir’s nicht. Aber die Berliner Zahlen sehen so aus: Betriebsergebnis vor Bewertung um 15 Mio. Euro rauf auf 111 Mio. Euro. Das entspricht auskömmlichen 0,7% der DBS. Und: Zwar bildeten auch die Berliner nicht so wahnsinnig viel Risikovorsorge (umgerechnet 26 Basispunkte gemessen am Kreditbuch). Packten dafür aber satte 42,4 Mio. Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Muss man sich leisten können. Mitteilung

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Bei den 15 Standorten, die die Commerzbank im Firmenkundengeschäft schließen will, handelt es sich um Luxemburg, Ungarn, Hongkong, Barcelona, Bratislava, Brüssel, Aserbaidschan, Georgien, Indonesien, Irak, Kasachstan, Libanon, Malaysia, Serbien und Venezuela. Das berichtet heute Früh das „Handelsblatt“ (Paywall) +++ Der Payment-Parvenü Unzer (siehe unser Podcast neulich) hat den Deutschland-Chef von Klarna, also Robert Bueninck, als Chief Commercial Officer gewonnen … +++ … Der bisherige Co-Chef Axel Rebien firmiert künftig als alleiniger CEO, während sein Kompagnon Mirko Hüllemann, Gründer des Unzer-Vorgängers Heidelpay, in den neu gegründeten Beirat wechselt (HB/Paywall) +++ Die Bafin kommt Banken und Sparkassen weiterhin entgegen – und wird den sogenannten antizyklischen Kapitalpuffer  „voraussichtlich“ bis Jahresende aussetzen (Mitteilung) +++ Die Deutsche Pfandbriefbank weist für 2020 einen vorläufigen Vorsteuergewinn von 154 Mio. Euro aus, nach 216 Mio. Euro im Jahr zuvor. Im Grunde handelt es sich  um eine 1:1-Funktion der gestiegenen Risikovorsorge – die ging nämlich von 49 Mio. auf 126 Mio. Euro rauf (Mitteilung) +++ S&P hat den Ausblick für die Deutsche Bank von „negativ“ auf „positiv“ angehoben. Das Rating als solches bleibt bei „BBB+“, das sind drei Notches über Ramsch +++ Falls Sie die Freitagfrüh veröffentlichte schwere Mängelliste bei Grenke noch nicht kennen – der „Spiegel“ hat’s gut zusammengefasst. Dass die Aktie dennoch um 17% zulegte, zeigt, dass manche Investoren (Stichwort „zweites Wirecard“) noch Schlimmeres befürchtet hatten

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