09/11/18: Mrs. Waters vs. Dt. Bank, EZB vs. Coba

9. November 2018

Was geben die Q3-Zahlen der Commerzbank denn sonst noch so her? Nichts, was verblüffen würde. Wie wir vor einigen Monaten bereits geunkt hatten, zerbröselt der Coba-Gewinn immer dann dramatisch, wenn die positiven Einmaleffekte plötzlich wegfallen. So war es auch diesmal wieder: operatives Ergebnis 331 Mio. Euro nach 623 Mio. Euro im Vorjahr. Das vermutlich größte Problem bleibt die Ertragsschwäche im Firmenkundengeschäft (auch hier verweisen wir auf unser Archiv). Eine der Folgen: Finanzchef Engels kappte das mittelfristige Ertragsziel für 2020. Dass die Aktie trotzdem um 4,6% stieg, lag daran, dass sich die kurzfristigen  Erträge (jedenfalls abseits der Firmenkundensparte) besser entwickelten als erwartet. Und vielleicht auch daran, dass mancher Investor insgeheim befürchtet hatte, die Coba könnte sogar ihre Gewinnziele kassieren. Pressemitteilung, Börsen-Zeitung

Nochmal Commerzbank: Wie die „Süddeutsche Zeitung“ heute Morgen berichtet, hat sich die Gelbbank eine Rüge der Aufsicht (= der EZB) eingehandelt. Die Kontrolleure haben demnach „große Bedenken bei der Strategie“ und fordern „Nachbesserungen“ beim Geschäftsplan. Was wir, ehrlich gesagt, nicht einschätzen können: Ist so etwas Routine? Eher nicht, oder? Jedenfalls: Gut hört es sich nicht an. Süddeutsche

Und noch ein paar Kurzmeldungen: Die Deutsche Pfandbriefbank hat ihre Prognose für 2018 erhöht, erwartet aber ein schwieriges Jahr 2019 (Reuters); die Hybridgläubiger der HSH Nordbank wehren sich gegen Pläne des Instituts, die Papiere womöglich zu kündigen (Reuters); und dann erfahren Sie hier noch, warum sich die 80-jährige US-Abgeordnete Maxine Waters für die Deutsche Bank interessiert: Bloomberg

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