11/12/20: E&V, Barzahlen, Viafintech, Morgan Stanley, Wirecard, Sumup

11. Dezember 2020

Noch ein Schmankerl aus der vergangenen Nacht: Auch der Chef der Wirtschaftsprüferaufsicht Apas hat während der Ermittlungen der Behörde zu Wirecard mit Aktien des Skandalunternehmens gehandelt. Er habe die Aktien am 28. April 2020 gekauft und am 20. Mai wieder verkauft, sagte Behördenleiter Ralf Bose in der Nacht zum Freitag nach Teilnehmerangaben im Untersuchungsausschuss des Bundestags aus. Pikant: Am 28. April – also dem Kaufdatum – hatte Wirecard den (in weiten Teilen vernichtenden) Sonderbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG vorgelegt, der die Aktie kräftig fallen ließ. FAZ/dpa

News

Exklusiv: Annette Siragusano, langjährige Kommunikationschefin der Comdirect, heuert als „Global Head of Content Strategy“ beim Hamburger Immobilienmakler Engel & Völkers an (eigene Informationen) +++ Das Berliner Fintech „Cash Payment Solutions“ (besser bekannt als „Barzahlen“) tritt nach der mehrheitlichen Übernahme durch den japanischen Zahlungsdienstleister Glory künftig unter dem Firmennamen „Viafintech“ und unter der Brand „Viacash“ auf (per Mail) +++ Die Danske Bank schließt ihre Niederlassungen in Hamburg und Frankfurt, wie die Kollegen von „Das Investment“ als erste entdeckt hatten. 28 Mitarbeiter sind betroffen. (Mitteilung) +++ Morgan Stanley will laut „Bloomberg“ im Zuge des Brexits Vermögenswerte im Volumen von 100 Mrd. Euro von London nach Frankfurt verlagern (FAZ) +++ Korrektur: Im Newsletter-Anreißer zum Upvest-Text hatten wir versehentlich „Solarisbank“ geschrieben, wo es „Scalable Capital“ hätte heißen müssen (im Website-Text selber, immerhin!!!, war es richtig …)

Wussten Sie schon?

… dass zu den Kreditnehmern der Wirecard Bank, abgesichert durch eine Bürgschaft der Wirecard AG, auch das heutige deutsch-britische Groß-Fintech SumUp gehört haben soll? So schreiben es in einer sehr lesenswerten Geschichte die Kollegen von „Capital“ (wobei es sich, wenn wir es richtig verstehen, zunächst um ein Wandeldarlehen für Payleven handelte; als Payleven mit SumUp verschmolz, soll das Darlehen – nun tatsächlich als reiner Kredit, also ohne Wandeloption – dann auf das Fusionsunternehmen übergegangen sein). Und noch ein hübsches Details aus dem Artikel: Mitte 2019 soll es zu einer millionenschweren Kreditzusage der Wirecard Bank für Eintracht Frankfurt gekommen sein. Was natürlich großartiges Futter für unsere momentane Lieblingsspekulation ist. Nämlich: Dass der Bundesligist ursprünglich nicht die VR Payment, sondern Wirecard zu seinem Stadion-Acquirer machen wollte. Und dass sich dieses ganze komische Eintracht-Tech-Digitalisierungs-Payment-und-die-Deutsche-Bank-ist-auch-noch-irgendwie-mit-drin-Projekt genau aus diesem Grund so verzögert hat, siehe unser Stück vom 30. November.

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