News des Tages

13/01/22: Warburg-Banker legt Geständnis ab, Gewinn-Orgie geht weiter, Banxware-Funding

13. Januar 2022

Von Christian Kirchner und Heinz-Roger Dohms

Liebe Bankerinnen und Banker, da Sie an dem heutigen Aufmacher-Thema ja ohnehin genug zu knabbern haben, erlauben wir uns, aus dem heutigen Briefing ausnahmsweise ein „Fintech only“-Briefing zu machen. Und zwar hiermit: 1.) Das erst im Herbst 2020 gestartete Berliner „Credit as a Service“-Fintech Banxware hat dem 3-Mio.-Euro-Seed-Funding aus dem vergangenen Jahr eine 10 Mio. Euro schwere (faktische) Series-A-Runde folgen lassen. Ein Beleg, dass „Embedded Finance“ mehr als ein Schlagwort sein könnte und es sich immer noch lohnen kann, neue Fintechs zu starten; 2.) Binnen nur weniger Tage haben die beiden Schweizer Krypto-Banken mit Finma-Lizenz, nämlich Sygnum und Seba, imposante Fundings verkündet. Bei Sygnum waren es vergangene Woche 90 Mio. Dolar (siehe hier), bei Seba gestern 110 Mio. Franken (siehe hier). Könnte auch in Frankfurt (und Berlin) den ein oder anderen interessieren, darum vermelden wir es sicherheitshalber einfach mal.

News

Dass zehn der größten Banken hierzulande vergangenes Jahr auf Neun-Monats-Sicht satte 9,6 Mrd. Euro operativen Gewinn verbucht haben – das hatten wir diese Woche ja schon für Sie aufgedröselt … +++ … Nun liegen auch die (auf leicht andere Weise erhobenen) Zahlen der europäischen Bankenaufsicht vor – und bestätigen den positiven Trend. So haben die 21 direkt von der EZB beaufsichtigen hiesigen Institute letztes Jahr von Januar bis September 8,1 Mrd. Euro netto verdient. Besonders eindrücklich: Der aggregierte Provisionsüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26% und erreicht nunmehr knapp 40% aller Überschüsse (EBA-Mitteilung) +++ Wende in einem der Cum-Ex-Strafprozesse vor dem Landgericht Bonn: Ein früherer Top-Manager der Hamburger Privatbank M.M. Warburg hat einem WDR-Bericht zufolge überraschend ein Geständnis abgelegt +++ Der Hamburger Senat hat die umstrittene – weil im SPD-Dunst spielende – Auftragsvergabe für den auf 9 Mio. Euro veranschlagten Aufbau eines hanseatischen Fintech-Accelerators gestoppt (NDR) +++ Die jahrelang für die Bankenaufsicht zuständige und 2019 vorzeitig demissionierte deutsche EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger hat sich der Kanzlei Covington angeschlossen, berichtet die „BÖZ“ (Paywall) +++ Mastercard hat, was an uns vorbeigegangen war, seit dem 1. Januar einen neuen Deutschland-Chef. Er heißt Peter Robejsek und arbeitet seit 2017 für den Kreditkartenkonzern

NEWSLETTER

Deutschlands führender Banken-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Tags