20/03/20: DSGV, Commerzbank, MM Warburg, Aareal, PBB, ING

20. März 2020

Sparkassen-Zahlen: 2019 ein Bröckeln – 2020 der Absturz? Bilanz-PKs sind nicht vergnügungssteuerpflichtig dieser Tage. Als Standard etablieren sich Telcos mit kleinen technischen Unzulänglichkeiten, und berichten wollen Banken und Verbände übers abgelaufene Jahr, während die Fragen eher dem Hier und Jetzt gelten. Droht eine Kreditklemme? Und wie schlimm wird’s mit den Kreditausfällen? Um es kurz zu machen: Erhellende Antworten gab der DSGV gestern nicht auf diese Fragen. Weshalb der Blick zurück dann doch der spannendere war. Denn die 2019er-Zahlen fielen zwar nicht sooooo schlecht aus, wie wir zuletzt geunkt hatten – gut aber auch nicht. Der Überblick: Finanz-Szene.de

Erwähnt werden sollte noch, dass DSGV-Chef Schleweis die gestrige PK genutzt hat, um seine eigenen Zentralinstituts-Pläne abzumoderieren. Zitat: „Es ist jetzt nicht die Zeit, sich mit den eigenen Strukturen zu beschäftigen.“ Oder kürzer: „Corona war’s!!!“ Interessant ist übrigens in diesem Zusammenhang eine Randnotiz in der heutigen „SZ“. Demzufolge wäre die Helaba/Deka-Fusion allerallerspätetens an formellen Fragen gescheitert. Weil: Der Darstellung zufolge hätten die Deka-Statuten jedem einzelnen regionalen Sparkassenverband ein faktisches Vetorecht gegen den Zusammenschluss eingeräumt. (Süddeutsche, Print)

Die Commerzbank hat sich mit einem Tag Verspätung nun doch zu den famosen Put-Optionsschein-Gewinnen ihres Risikovorstands Marcus Chromik geäußert. Und zwar wie folgt: 1.) Es habe sich um Absicherungsgeschäfte gehandelt, „um den Verlust im Aktienportfolio zu begrenzen“. Und 2.) „Den Gewinn, der über die Absicherung des Portfolios hinausging, hat unser Risikovorstand an verschiedene Hilfsorganisationen gespendet.“ Nehmen wir so zur Kenntnis.

Exklusiv: Fintech-Schmiede Finleap übernimmt Berliner Identity-Startup. Da wollten wir Ihnen heute mal eine News servieren, die nichts, aber auch gar nichts mit Corona zu tun hat. Doch dann: Rufen wir den zuständigen Finleap-Manager Florian Resatsch an. Und was erzählt der, bevor er zur eigentlichen Sache kommt – dass er aus der Quarantäne heraus telefoniere. Weil er nämlich vor ein paar Tagen mit einem Corona-Infizierten in Kontakt gewesen sei (Resatschs eigenes Testergebnis übrigens kam später am Tag; es ist negativ). Was für irrwitzige Zeiten. Äh, und was ist jetzt mit dem Identity-Startup? Voilà: Finanz-Szene.de

News

Die Commerzbank will – trotz Corona und Stand heute – an der in Aussicht gestellten 2019er-Dividende in Höhe von 15 Cent je Aktie festhalten – was dann auch den gestrigen Kursanstieg um 9% auf 3,35 Euro erklären dürfte (Reuters) +++ M.M. Warburg prüft eine Revision gegen das diese Woche ergangene Cum-Ex-Urteil, das die Bank fast 177 Mio. Euro kosten würden (Welt) +++ Die Aktie der Deutschen Bank ist gestern (wir nehmen als Richtwert dieser Tage immer den nachbörslichen Schlusskurs) um 6,4% gestiegen, was immerhin den dritten Plus-Tag in Folge darstellte +++ Ein Drama zeichnet sich indes bei der Aareal ab, die einfach immer weiter fällt (gestern um 4%) und deren Kurs sich seit Mitte Februar mehr als halbiert hat +++ Fast noch schlimmer sieht’s bei der Deutschen Pfandbriefbank (PBB) aus. Kursverlust seit dem Februar-Hoch? Schwindelerregende 59%

Wussten Sie schon?

… was sich die ING Deutschland den Umbau zur agilen Organisation hat kosten lassen? Also: Es muss allein im vergangenen Jahr (das Ganze begann ja schon früher …) ein signifikanter zweistelliger Millionenbetrag angefallen sein. Laut Geschäftsbericht der ING Groep lagen die Kosten für die interne Reorganisation nämlich 2019 gruppenweit bei 56 Mio. Euro. Und dies wiederum sei „in erster Linie auf die agile Transformation im Deutschland-Geschäft“ zurückzuführen gewesen.

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