20/05/20: Robo-Advisor, BVI, Norisbank, IKB, Moonfare, Barclaycard, Bafin

20. Mai 2020

Exklusiv: Robo Advisor bei den „Assets under Management“ wieder auf Vorkrisen-Niveau. Vor zwei Monaten war irgendwann der Punkt erreicht, an dem man dachte, okay, das war’s jetzt mit den digitalen Vermögensverwaltern. Denn gefühlt verging damals kein Tag, ohne dass irgendeine Zeitung irgendeinen verheerenden „So schlagen sich die Robos in der Krise“-Artikel in die Welt setzte. Und nun, zwei Monate später? Stehen die Scalables und Quirions und Cominvests und selbst die Robins dieser Republik gemessen an der damaligen Nahtod-Erfahrung verblüffend gut da, wie eine Umfrage von Finanz-Szene.de zeigt. Das verwaltete Vermögen? In etwa wieder da, wo’s Ende Februar schon mal war. Die Zuflüsse? Deutlich höher als die Abflüsse. Hier die Zahlen und die Erklärungen: Finanz-Szene.de

Aus deutschen Publikumsfonds sind laut gestern vorgestellten BVI-Zahlen im ersten Quartal netto 14 Mrd. Euro abgeflossen! …wobei wir jetzt gleich mal eine Fußnote setzen müssen: Diese Zahl ist natürlich NICHT und schon gar nicht 1:1 mit den obigen Robo-Zahlen vergleichbar, weil wir oben den Zeitraum „Anfang März bis Mitte Mai“ zugrunde gelegt haben, es jetzt aber um „Anfang Januar bis Ende März“-Werte geht … Indes: 14 Mrd. Euro Abflüsse sind nun mal 14 Mrd. Euro Abflüsse. Oder anders gesagt: Die Corona-Krise hat in der deutschen Fondsbranche (und damit indirekt wohl auch im Provisions-Geschäft vieler Banken) aber mal so richtig eingeschlagen. Bitter: Besonders hoch fielen die Abflüsse in den margenstarken Aktien- und Mischfonds aus. Hinzu kamen noch basiswertbedingte Verluste, so dass die Publikumsfonds insgesamt gegenüber Ultimo 2019 knapp 150 Mrd. Euro oder 13% der (in der Regel auch für Banken und Vermittler provisionstragenden) Assets verloren haben. Krass.

Manchmal wird man als Journalist in seinem Schlaumeier-Dasein dann halt doch entlarvt. Denn, wie war das letzte Woche noch gleich? Hatten wir da nicht (fast!!!) alle miteinander geschrieben, die Deutsche Bank überlege, die Norisbank zum Verkauf zu stellen? Und hatte ein Newsletter, der sich für besonders clever hält, nicht auch noch en detail dargelegt, warum dieser Schritt nicht nur plausibel, sondern fast schon zwingend anmutet? Nun – wie’s halt manchmal so geht: „Wir haben nicht vor, die Norisbank zu verkaufen. Als reines Onlineangebot ergänzt sie unsere Zwei-Marken-Strategie.“ So hat’s Deutsche-Bank-Vize Karl von Rohr gestern gegenüber „Reuters“ gesagt. Wobei wir uns dann doch nicht verkneifen können, nochmal Schweinchen-Schlau-haft zu fragen: Ist dies das letzte Wort? Reuters

News

Die Provinzial Nordwest will 106 Mio. Euro (!) und damit ihren kompletten Bilanzgewinn ausschütten, damit die Eigentümer von dem Geld dem Ostdeutschen Sparkassenverband dessen 2%-Anteil an dem Versicherer abkaufen können (BÖZ/Paywall) +++ Die IKB hat gestern eine Pressemitteilung mit irrsinnig wilden Geschäftszahlen veröffentlicht – und bescheinigt sich nun eine Cost-Income-Ratio von 65% (nach 84% im Vorjahr) sowie ein „Ohne-Einmaleffekte-Ergebnis“ von 80 Mio. Euro (statt 8 Mio. Euro mit Einmaleffekten). Da steigen selbst wir aus. (PDF) +++ Die auf kleine KMUs und Freiberufler spezialisierte Deutsche-Bank-Digitalbank Fyrst baut ihre Produktpalette aus – und will künftig auch Versicherungen anbieten (Mitteilung) +++ Passend zu unserem Robo-Stück weiter oben: Das auf Private-Equity-Investments spezialisierte Berliner Geldanlage-Fintech Moonfare steht jetzt bei 300 Mio. Euro verwaltetem Vermögen (per Mail) +++ Der bisherige Payback-Manager André Pallinger wird neuer Chef der sparkasseneigenen S-Markt & Mehrwert (Sparkassenzeitung) +++ Auch die deutsche Barclaycard bietet jetzt Apple Pay an (iPhone-Ticker)

Wussten Sie schon …

Die Provinzial Nordwest will 106 Mio. Euro (!) und damit ihren kompletten Bilanzgewinn ausschütten, damit die Eigentümer von dem Geld dem Ostdeutschen Sparkassenverband dessen 2%-Anteil an dem Versicherer abkaufen können (BÖZ/Paywall) +++ Die IKB hat gestern eine Pressemitteilung mit irrsinnig wilden Geschäftszahlen veröffentlicht – und bescheinigt sich nun eine Cost-Income-Ratio von 65% (nach 84% im Vorjahr) sowie ein „Ohne-Einmaleffekte-Ergebnis“ von 80 Mio. Euro (statt 8 Mio. Euro mit Einmaleffekten). Da steigen selbst wir aus. (PDF) +++ Die auf kleine KMUs und Freiberufler spezialisierte Deutsche-Bank-Digitalbank Fyrst baut ihre Produktpalette aus – und will künftig auch Versicherungen anbieten (Mitteilung) +++ Passend zu unserem Robo-Stück weiter oben: Das auf Private-Equity-Investments spezialisierte Berliner Geldanlage-Fintech Moonfare steht jetzt bei 300 Mio. Euro verwaltetem Vermögen (per Mail) +++ Der bisherige Payback-Manager André Pallinger wird neuer Chef der sparkasseneigenen S-Markt & Mehrwert (Sparkassenzeitung) +++ Auch die deutsche Barclaycard bietet jetzt Apple Pay an (iPhone-Ticker)

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