22/09/20: Samsung Pay, Commerzbank, Heidelpay, Exporo, Optiopay, OLB

22. September 2020

Geht es Ihnen auch so, dass man sich bei den Enthüllungs-Geschichten der großen Journalisten-Netzwerke im ersten Moment fragt: Ist das denn jetzt wirklich so bahnbrechend? Und so neu? Und so brisant? Nun: Was die am Sonntagabend publik gemachten „FinCEN-Files“ angeht, hat spätestens der Aktienmarkt die Frage nach der Relevanz gestern beantwortet: Unicredit? Minus 5,2%. BNP Paribas? Minus 5,3%. Commerzbank? Minus 5,6%. Und Deutsche Bank? Sogar minus 8,8%. Es handelt sich also (so sehen es jedenfalls die Investoren, und so sehen es auch wir) nicht nur um die Popularisierung längst bekannter Vorwürfe. Sondern: Wir haben es hier allem Anschein nach tatsächlich mit der Enthüllung gravierender Mängel im Kampf gegen Geldwäsche zu tun. Doch was steht in den „FinCEN-Files“ genau? Wo verläuft – insbesondere mit Blick auf die Deutsche Bank – die Trennlinie zwischen „Das wusste man schon“ und „Das ist neu“? Und was bedeutet das nun alles für das größte Geldhaus der Republik, was sagt die Bank selbst? Unser FAQ: Finanz-Szene.de

Samsung Pay bereitet allem Anschein nach den Deutschland-Start vor: Schon Ende vergangener Woche hatten Fachdienste wie „Giga“ berichtet, auf dem neuen „Samsung Galaxy Note 20 Ultra“ des koreanischen Smartphone-Giganten sei die Bezahl-App vorinstalliert. Gestern Nachmittag nun legte ein weiterer Branchen-Blog (nämlich Teltarif) nach. Anlass: Auf der deutschen Samsung-Website ist bereits ein Registrierungs-Hinweis eingerichtet (guggsdu hier), über den sich Interessierte für einen Testlauf anmelden können, Motto: „Teste den kostenlosen Mobile Payment Service schon jetzt. Mit nahezu jedem deutschen Girokonto.“ Mit anderen Worten: Allzu lange wird’s bis zum Launch nicht mehr dauern. Spannend! Auch wenn wir uns kein Urteil anmaßen wollen, ob Samsung Pay gegen Google Pay (und Apple Pay …) wirklich eine Chance hat.

News

Die Commerzbank fordert vom 1. Oktober an einen Mindestgeldeingang von 700 Euro monatlich – ansonsten schlägt das bislang kostenlose Girokonto für Neukunden (und zunächst auch nur für die) mit 9,90 Euro im Monat zu Buche (biallo.de) +++ Das angestrebte Fusions-Institut aus Förde-Sparkasse und der Sparkasse Mittelholstein soll als Aktiengesellschaft organisiert werden (HB/Paywall) +++  Grenke-Gründer Wolfgang Grenke lässt sein Aufsichtsrats-Mandat vorerst ruhen, die Aktie verliert zum Wochenstart 7,2% an Wert. (Spiegel) +++ Rätselraten um Kapitalerhöhung beim einstigen Hype-Fintech Finiata – die Zahl der Anteile hat sich urplötzlich verdreifacht. (Finanz-Szene.de) +++ Der Immo-Crowd-Marktführer Exporo hat eine „Deutsche Startups“-Meldung, derzufolge die Gründer des übernommenen Rivalen Zinsland das Unternehmen verlassen werden, uns gegenüber hart dementiert. Auch sei falsch, dass ein Headhunter Personal für einen Umbau des Vorstands suche +++ Heidelpay bestätigt unseren Scoop von letzter Woche: Umbenennung in „Unzer“, neuer Standort München mit >80 Mitarbeitern – das dürften die angeworbenen Wirecard-Leute sein (per Mail) +++ Der private Bankensektor will sich dem einst von den Sparkassen initiierten und seit einiger Zeit auch von Volks- und Raiffeisenbanken promoteten Handy-zu-Handy-Bezahlverfahren Kwitt anschließen (HB/Paywall) +++ Das Frankfurter Insurtech Clark hat offiziell bestätigt, was man bereits (siehe hier und hier) vermuten durfte – nämlich die volle Konzentration auf B2C anstelle der lange Zeit extrem forcierten Whitelabel-Kooperationen mit Banken (HB/Paywall) +++ Einzelne Bafin-Mitarbeiter haben mit Zustimmung ihres Arbeitgebers nicht nur mit Wirecard-Aktien gehandelt, sondern auch mit sehr viel krasseren Instrumenten bis hin zu CFDs auf Kursentwicklungen bei Wirecard spekuliert (Capital) +++ Auf Druck der Bafin hat der bekannte Fintech-Investor und langjährige Wirecard-Aufsichtsrat Stefan Klestil den Beirat der N26-Bank verlassen (HB/Paywall) +++ Die Oldenburgische Landesbank hat einen neuen CRO: Stefan Barth, Ex-Bawag (Mitteilung) +++ Nachdem das Thema coronabedingt ruhte, will die EU-Kommission das Thema „einfacheres Meldewesen“ durch eine Machbarkeitsstudie wieder forcieren. (BÖZ) +++ Das u.a. auf Rabatt-Aktionen für B2B-Partner spezialisierte Berliner Fintech Optiopay hat in einer Funding-Runde 5,25 Mio. Euro eingeworben – merklich weniger als bei der vorherigen Runde Mitte letzten Jahre, als von einem „zweistelligen Millionenbetrag“ die Rede war (per Mail)

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