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24/11/21: AR-Chefin der Aareal wirft hin, Fundings für Kontist & Bita, Deutsche Bank

24. November 2021

Von Heinz-Roger Dohms und Christian Kirchner

Überraschung in Wiesbaden: Die Aufsichtsratschefin der Aareal Bank, Marija Korsch, hat nur wenige Stunden nach der formellen Ankündigung eines Übernahmeangebots für den Immobilienfinanzierer ihren Rücktritt erklärt. „Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Vorsitz des Aufsichtsrats in andere Hände zu geben“, wurde die 73-Jährige in einer kurz nach 20 Uhr verschickten Ad-hoc-Mitteilung zitiert. Mit der „erfolgreichen Neubesetzung des Vorstandsvorsitzes“ und der am Morgen verkündeten „Vereinbarung mit einer Bietergesellschaft, die eine langfristige Strategie für die Aareal Bank verfolgt“, seien „die Weichen für die Zukunft gestellt“, so Korsch weiter. Mit der Nachfolge wurde der Wirtschaftsprüfer und frühere EY-Partner Hermann Wagner betraut, der dem Kontrollgremium seit 2015 angehört; Korsch selber soll einfaches AR-Mitglied bleiben. Von außen betrachtet erstaunt der Zeitpunkt des Rückzugs insofern, als die avisierte Übernahme des SDax-Konzerns durch die Finanzinvestoren Advent und Centerbridge keineswegs sicher ist – mithin die entscheidende Phase im Investorenpoker um die Aareal Bank gerade erst begonnen hat. Im Umfeld des Instituts wurde allerdings betont, dass der Rückzug in keinem Fall gegen die geplante Übernahme gerichtet sei – schließlich habe neben dem Vorstand ja auch der Aufsichtsrat der Vereinbarung mit Advent und Centerbridge explizit zugestimmt. Was in dem Agreement zwischen der Bank und den beiden Investoren genau steht, woran der Deal noch scheitern könnte und wie es jetzt weitergeht, erfahren Sie hier: Finanz-Szene.de

News

Die auf Freelancer spezialisierte Berliner Challenger-Bank Kontist hat eine weitere Fremdkapital-Finanzierung erhalten, diesmal in Höhe von 4,5 Mio. Dollar (Mitteilung) +++ Bita, ein auf Wertpapier-Indizes spezialisiertes Frankfurter Technologie-Startup, hat in seiner „Series A“-Runde 6 Mio. Euro Funding erhalten (Altfi) +++ In der aktualisiertem Liste der global systemrelevanten Geldinstitute gehört die Deutsche Bank weiterhin der vierten von fünf Kategorien an und muss damit beim Eigenkapital auch weiterhin einen Risikoaufschlag von 1,5% aufbringen (Original-Dokument des FSB)

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