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27/04/21: Baufi24 sammelt 7 Mio. € ein, Neskes radikaler Cut, Haspa saugte 6 Mrd. € auf

26. April 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Exklusiv: Interhyp-Herausforderer Baufi24 vermeldet 6,7 Mio. Euro schweres Funding: Bei der plattformbasierten Vermittlung von Baugeld hat man manchmal das Gefühl, dieser Markt kenne nun gar keine Grenzen mehr. Zumindest für zwei Akteure. Interhyp? Plus 17% (!) vermitteltes Volumen im Corona-Jahr 2020. Europace? Plus 30% (!) vermitteltes Volumen im ersten Quartal. Uff. Wer, bitteschön, will gegen dieses Duopol ernsthaft anstinken? Baufi24 will! Baufi24? Das ist ein zwar schon 2006 gegründeter, aber lange Zeit (wenn wir das richtig erinnern) auf die Lead-Generierung spezialisierter Player aus Hamburg. Seit 1-2 Jahren will der es aber richtig wissen. Erst machte man den früheren ING-Diba-Strategiechef und späteren Interhyp-Vorstand Tom Peeters zum CEO. Zuletzt wurde die Zahl der per Franchise betriebenen Geschäftsstellen von 30 auf rund 60 verdoppelt. Und nun: Gibt’s eine hübsche Finanzierung zu verkünden. Unter den Investoren: renommierte VCs wie btov. Klingt nach einem Plan.#

Wussten sie schon, dass nicht nur die größte hiesige Genossenschaftsbank (also die Apobank), sondern auch die größte Sparkasse (also die Haspa) in der TLTRO-Auslage der EZB lustvoll zugegriffen hat? Zitat aus dem dieser Tage veröffentlichten 2020er-Abschluss (PDF): „Die Bilanzsumme stieg deutlich um 8,6 Mrd. Euro auf rund 55,2 Mrd. Euro. Diese Zunahme ist insbesondere auf unsere Teilnahme [am TLTRO-]Programm im Juni und September […] mit insgesamt 6 Mrd. Euro zurückzuführen.“ Anders als bei der Apobank hat das Zinsergebnis der Hamburger Sparkasse (das ja bekanntlich um -9,1% gesunken war) hiervon aber nicht profitiert. Wobei man fairerweise sagen muss: noch nicht. Denn die TLTRO-„Sondereffekte“ sollen sich in den 2021-Zahlen materialisieren und zu einem „deutlich“ höheren Zinsergebnis führen.

News

Wie hatte sich LBBW-Chef Rainer Neske neulich in der „BÖZ“ noch gleich ausgedrückt: Die Corona-Krise habe gezeigt, „dass die Kunden längst nicht so auf die Filialen […] angewiesen sind, wie viele bisher dachten“ … +++ … Nun lässt die größte deutsche Landesbank der kaum verklausulierten Ankündigung Taten folgen: Von den zuletzt rund 100 Filialen der Retailtochter BW Bank sollen Ende 2022 nur noch 59 übrigbleiben. Krasser Einschnitt (Mitteilung) +++ Der alles in allem etwas merkwürdige Leasingspezialist Grenke hat gestern angekündigt, erst per 17. Mai sein Testat vorzulegen – und damit rund drei Wochen nach den für diesen Freitag angekündigten Geschäftszahlen … +++ … Dennoch schloss die Grenke-Aktie gestern mit einem Plus von 5%. Hintergrund: Manche Investoren hatten offenbar eine noch größere Verzögerung oder gar ein verweigertes Testat befürchtet (Mitteilung) +++ Eine nicht nur nischige, sondern eigentlich nichtige Meldung, die allerdings vieles von dem spiegelt, was in den letzten Monaten passiert ist da draußen: Die hierzulande tätigen Bargeld-Transportunternehmen haben 2020 nur noch rund 450 Mio. Euro Umsatz gemacht, ein Viertel (!) weniger als ein Jahr zuvor (dpa/Onvista)

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