News des Tages

30/04/21: Moppereien bei der Coba, DKB degradiert Girocard, EdB will 275 Mio. € p.a.

30. April 2021

Von Christian Kirchner

Die gesetzliche Einlagensicherung der privaten Banken wird ihre Beiträge infolge des Greensill-Fiaskos um >50% erhöhen: … so zumindest berichtet es „Bloomberg“ unter Verweis auf „interne Berechnungen“ (für alle, die die Hintergründe und Zusammenhänge nochmal nachlesen wollen: -> Hier unsere FAQ „Und wer zahlt jetzt die Zeche bei der Greensill Bank?“). Zuletzt führten die Institute aggregiert 483 Mio. Euro pro Jahr in die gesetzliche Sicherung ab. Laut „Bloomberg“ kommen in den nächsten vier Jahren nun jeweils 275 Mio. Euro hinzu. BÖZ (Paywall)

DKB rückt nun auch offiziell von der Girocard ab: Wir hatten es ja schon vermutet (siehe unser Exklusivstück „DKB erwägt erstmals Gebühr für Kreditkarte und Girocard“ sowie unsere große Analyse zum deutschen Kartenmarkt neulich) – nun ist es sozusagen amtlich. Die zweitgrößte deutsche Direktbank wagt die Revolution und macht die Debitkarte von Visa zum neuen „Top of Wallet“-Produkt, wie ein DKB-Manager gegenüber „Business Insider“ bestätigte. Zitat: „Die Kunden wollen weltweit überall Geld abheben, aber sie wollen die Abbuchungen auch direkt auf ihrem Konto sehen. Mit der Debitkarte vereinen wir beides.“ Die Debitkarte soll schon in den nächsten Monaten initiativ an alle bestehenden Kunden ausgegeben werden. Girocard und Kreditkarte gibt’s dann – so verstehen wir die Aussagen – nur noch auf Wunsch. Ein DKB-Sprecher erklärte auf Nachfrage, „die genaue Zusammenstellung des Kartenportfolios sowie etwaiger Produktkonditionen (…) sind Stand heute jedoch noch nicht abschließend geklärt“.

News

Die Aktionärsvertreter von Glass Lewis fordern, dem Commerzbank-Aufsichtsrat bei der anstehenden HV die Entlastung zu verweigern (HB/Paywall) +++ Bei der ING Deutschland haben Vorstand und Betriebsrat eine Vereinbarung getroffen, die den Beschäftigten auch über die Pandemie hinaus Home-Office ermöglichen soll. Zur Errichtung eines Heim-Arbeitsplatzes erhalten die Mitarbeiter einmalig 1.500 Euro (dpa/Zeit) +++ Die HSBC Deutschland will ihre Büroflächen in diesem Jahr um 55% zusammenschrumpfen (Bloomberg/BÖZ, Paywall) +++ Die Union Investment führt zum 1. Juli eine Mindestlaufzeit von 20 Jahren bei Riester-Verträgen ein (BÖZ/Paywall) +++ Die Baader Bank hat ihr Wachstum im ersten Quartal fortgesetzt. Die Erträge summierten sich auf 91,8 Mio. Euro, gegenüber dem Vorjahresquartal eine nochmalige Steigerung um rund 50% (Mitteilung) +++ Die Bundesbank hat ihre Statistik zum Filialabbau (siehe unseren entsprechenden Artikel von Mittwoch) erwartungsgemäß korrigiert. Statt mit 11,5% wird der Rückgang bei der Gesamtzahl der Zweigstellen jetzt mit 9,6% angegeben. Immer noch genug (Mitteilung) +++ Die Deutsche Börse, die Commerzbank und Fintech-Urgestein Carlo Kölzer starten einen 360X genannten Marktplatz für tokenisierte Kunst und sonstige digitale Assets. Investitionsvolumen: >10 Mio. Euro (Mitteilung) +++ Trade Republic steigt tatsächlich in den Krypto-Handel ein – also das, was wir am Dienstag schon vermutet hatten … +++ … Auch unsere Detailinformationen (nämlich dass es sich beim Krypto-Verwahrer um Bitgo und bei der Krypto-Börse um B2C2 handelt) wurden offiziell bestätigt (per Mail)

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