Exklusiv

Erste deutsche Volksbank schaltet Infoseite zu Apple Pay live

26. März 2020

Von Hendrik Dahlhoff

Als mutmaßlich erstes deutsches Geno-Institut hat die Genossenschaftsbank Unterallgäu eine Informationsseite zu Apple Pay freigeschaltet – diese Entdeckung hat „Finanz-Szene.de“ gestern Abend gemacht. Auf der schlicht gehaltenen Seite heißt es unter der Überschrift „Mobiles Bezahlen mit Apple Pay“ wörtlich: „Der Verbund deutscher Volks-und Raiffeisenbanken wird Apple Pay in Deutschland einführen und den Kunden die Möglichkeit bieten, mit ihrem iPhone (und jedem Apple-Gerät, das für Apple Pay genutzt werden kann) einfach, sicher und vertraulich zu bezahlen.“ 

Am Morgen der Veröffentlichung von Finanz-Szene.de hat die Volksbank die Seite zwar wieder deaktiviert und auf die Startseite der Bank umgeleitet – sie ist aber im Cache von Google (siehe hier) noch immer abrufbar.

Wann genau der Start von Apple Pay geplant ist, lässt sich der Infoseite nicht entnehmen. Allerdings darf man das Freischalten der Seite als Indiz nehmen, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird – nachdem der Genosektor den eigentlich für 2019 geplanten Launch kurz vor Jahresfrist überraschend verschoben hatte. Für ein baldiges Go-Live spricht auch, dass sich auf den Websites zahlreicher Genobanken bereits Vertragsbedingungen für „virtuelle Karten in Apple Pay“ einsehen lassen. Nicht nur bei Volks- und Raiffeisenbanken fand „Finanz-Szene.de“ die entsprechenden Dokumente – sondern auch bei den PSD-Banken. Da die Sparda-Banken (die an die DZ-Bank angeschlossen sind), BBBank und GLS Bank schon angekündigt haben, dass sie beim “Geno Apple Pay Launch“ mitziehen – dürfte es in Kürze auch dort entsprechende Infoseiten bzw. Nutzungsbedingungen geben

Eine wichtige Passage in den hinterlegten Vertragsbedingungen lautet übrigens: „Die Bestellung der virtuellen Karte und Registrierung für Apple Pay, durch den Kunden, erfolgt innerhalb der VR-BankingApp. Voraussetzung für die Bestellung ist ein zahlungsverkehrsfähiges Konto. (…) Die Entscheidung, ob eventuell nur virtuelle Karten von Visa oder nur von Mastercard angeboten werden, liegt bei der Bank.” Damit wird wohl eine Apple-Pay-Integration wie bei der Deutschen Bank verfolgt. Das heißt: Die Karte ist nur in der Wallet nutzbar ist, nicht außerhalb des Apple-Pay-Kosmos – das könnte manchen Bankmanagern die Angst nehmen, dass ihr eigenes (Kredit-)Kartengeschäft kannibalisiert wird.

Interessant: Auf der Website der Genossenschaftsbank Unterallgäu heißt es auch, zum Start würden „Kreditkarten (Mastercard, VISA) unterstützt, die girocard (Debitkarte) wird für 2020 vorbereitet.” Wenn Letzteres (also das mit der Girocard) so stimmt, wäre diese eine Überraschung. Denn: Nach unseren Informationen hieß es bislang immer, die Genobanken würden anders als die Sparkassen (die die Girocard ab Sommer in Apple Pay integrieren möchten) rein auf Visa und Mastercard setzen – selbst bei den Debitkarten.

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