Kurz gebloggt

Jetzt auch Consors: Werden Kunden von der Girocard entwöhnt?

7. Oktober 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Dass deutsche Challenger-Banken ohne Girocard auskommen, ist seit N26 derart selbstverständlich, dass einem das Fehlen ebenjener Girocard bei der, sagen wir, Check24-Bank schon gar nicht mehr auffällt. Indes – das wahre Problem der Girocard sind nicht die Neobanken. Das wahre Problem liegt darin, dass inzwischen auch etablierte Institute austesten, inwiefern ihre Kunden die Girocard denn überhaupt noch benötigen.

Wir haben dieses Phänomen im Juni zunächst am Beispiel der DKB („Wie die DKB ihren Kunden die Girocard madig macht“) und im September dann am Beispiel der OLB („Mastercard gegen Girocard: Beginnt jetzt der Häuserkampf?„) beschrieben. Und nun? Lesen wir beim Blogger Torsten Maue, dass Consors-Kunden, die ihre Girocard längere Zeit nicht mehr genutzt haben, eine neue Karte nur noch auf expliziten Wunsch erhalten.

Klar, das ist keine Hammer-News. Aber ein weiteres Beispiel, das zeigt: Banken, deren Loyalität zur Deutschen Kreditwirtschaft nicht die ausgeprägteste ist (sei es, weil sie Amerikanern oder Franzosen gehören oder weil ihr Digitalchef ein paypalisierter Mensch ist …), schicken sich offenkundig an, ihre Kunden von der Girocard zu entwöhnen.

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