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Was eine Volksbank das Bargeld kostet. Plus: Geno-Aufsichtsräte

Wie viel die Hannoversche Volksbank das Bargeld kostet

Es ist kein Geheimnis (wenn es auch etwas paradox anmutet), dass es für Banken kaum ein Geschäft gibt, das weniger lukrativ ist als das mit dem Bargeld. Doch wie teuer Bargeld ist, dazu gibt es wenige öffentliche Zahlen. Umso interessanter, dass die Hannoverschen Volksbank (Bilanzsumme 7,8 Mrd. Euro) in der sektoreigenen “Bank-Information” kürzlich ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Das niedersächsische Institut behauptet nämlich, die Cost-Income-Ratio ihres Bargeldgeschäfts von zuvor 1,58 (spricht: hochdefizitär)  auf “knapp über 1,0” (sprich: rote Null) gesenkt zu haben – oder in absoluten Zahlen: Habe das Geschäft vorher noch einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag gekostet, so lägen sie nun nur noch im “niedrigen sechsstelligen Bereich”.

Und wie will die Hannoversche Volksbank das geschafft haben? Im Wesentlichen über SB-Schalter und die Abschaffung von Kassentresoren. Durch diese Maßnahmen sei die SB-Quote auf 99% gestiegen und der Personalaufwand um 70% gesunken. Und während die Bargeldkosten um 30% gefallen seien, seien die entsprechenden Erlöse um 5,5% gestiegen. Am Ende fasst der BI-Artikel zusammen, worauf Institute maximal noch hoffen dürfen, wenn sie komplett auf Selbstbedienung setzen – nämlich, dass “Bargeld nahezu wirtschaftlich” wird. Das Ziel ist also im besten Fall: ein Nullsummen-Spiel.


Noch ein Schnipsel aus der Geno-Welt:

  • Mal wieder ein Datenpunkt aus der Volksbank-Welt zur Größe von Aufsichtsräten: Bei der selbsternannten “Gestalterbank” in Villingen-Schwennigen (mit einer Bilanzsumme von knapp 11 Mrd. Euro die neuntgrößte deutsche Genobank) zählte der Aufsichtsrat 45 (!) Mitglieder, seit das Institut 2020 aus dem Zusammenschluss der Volksbank in der Ortenau und der Volksbank Schwarzwald Baar Hegau hervorgegangen war. In der letzten Vertreterversammlung wurde das Gremium nun auf 27 Mitglieder verkleinert. Schwarzwälder Bote
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