Kurz gebloggt

Wie Brüssel „Instant Payment“ zum Standard machen will

22. September 2020

Von Christian Kirchner

An diesem Mittwoch stellt die EU-Kommission ihre „Retail-Payments-Strategie“ vor – eine Roadmap für die künftige Regulierung der europäischen Zahlungsverkehrsbranche. Aus dem 26-seitigen internen Entwurf (aus dem am Wochenende zuerst „dpa“ zitierte und der uns ebenfalls vorliegt) stechen zwei bzw. drei Punkte heraus:

  1. Brüssel ist offenbar fest gewillt, „Instant Payment“ bis Ende 2021 zum verpflichtenden Standard zu machen, dies sei das „New Normal“, so die Kommission wörtlich. Und …
  2. Sollten sich Händler und öffentliche Verwaltung bis 2022 nicht mehr oder weniger flächendeckend für Kartenzahlungen bzw. digitalen Bezahlmöglichkeiten öffnen, will Brüssel „legislative Maßnahmen“ vorschlagen – die Akzeptanz digitaler Bezahlarten soll also praktisch zu Pflicht werden (wobei Cash ausdrücklich nicht verboten werden soll). Und …
  3. So sehr die EU bei „Instant Payment“ und „digitalem Bezahlen“ aufs Tempo drückt, so viel Zeit lässt sie sich bei einer möglichen paneuropäischen Payment-Lösung. Hier will die Kommission bis 2023 (!) eine mögliche Einigung auf ein gemeinsames Label und Logo prüfen (!!). Kein Scherz! Aber lustig.

Mehr Details hat übrigens der Kollege vom Bargeldlosblog.

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