von Christian Kirchner und Hermann Kohlhaus, 10. Juli 2026
Stress-Signale sendet das Internationale Bankhaus Bodensee schon seit Jahren (siehe unser Themen-Dossier hier) – nun allerdings sieht es so aus, als wäre aus der zum Würth-Konzern gehörenden Friedrichshafener Privatbank endgültig ein Sanierungsfall geworden. Wobei zur Ironie dieser Geschichte gehört, dass die schwierige Lage der Bodensee-Bank eben nicht auf jene exotischen Geschäfte zurückzuführen ist, wegen derer sie jahrelang kritisch beäugt wurde. Also nicht auf die Fußballfinanzierungen. Sondern: Es sind in erster Linie vermeintlich schnöde Immobilien- und Firmenkundenkredite, die nun dafür sorgen, dass die Risikovorsorge explodiert, die GuV zusammenbricht und ein Nachrang-Papier zuletzt gar nicht mehr bedient wurde.
Indes, und das ist die nächste Ironie: Obwohl sich in Teilen der Bank die ausfallgefährdeten Kredite geradezu türmen, will der Vorstand – parallel zum Restrukturierungskurs – in anderen Bereichen offenbar kräftig expandieren. Und der Eigentümer, also das Würth-Imperium? Stützt diesen doppelten Kurs mit einer, gemessen am Geschäftsvolumen, völlig krassen Kapitalerhöhung.
Doch der Reihe nach …
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