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15/08/22: Anshu Jain ist tot, 500 Mio. € für Auxmoney, Bafin warnt vor Schieflagen

Zum Tode Anshu Jains: Er war einer der umstrittensten Manager in der Geschichte der Deutschen Bank. Sein Name stand für die üppigen Gewinne in den Jahren vor der Finanzkrise – aber auch für die hohen Strafzahlungen, die in Jahren danach den Abstieg des größten hiesigen Geldinstituts beschleunigten. Insgesamt arbeitete Jain mehr als 20 Jahre für die Deutsche Bank und prägte in den Nullerjahren deren Transformation zur globalen Investmentbank. 2009 wurde der Brite indischer Herkunft in den Vorstand berufen, wo er von 2010 an zunächst für die Corporate- und Investmentbank zuständig war, bevor er 2012 als Nachfolger Josef Ackermanns und an der Seite Jürgen Fitschens zum Co-Chef berufen wurde. Seinen mutmaßlich bittersten beruflichen Moment erlebte Jain bei der Hauptversammlung 2015, als ihm fast 40% der Aktionäre die Entlastung verweigerten – zwei Wochen später folgte der Rücktritt. 2017 wurde bei Anshu Jain Krebs entdeckt; nach langer Krankheit ist es an diesem Samstag gestorben. Jain wurde 59 Jahre alt. Süddeutsche, Der Spiegel

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Der Düsseldorfer Marketplace-Lender Auxmoney scheint sein Geschäftsvolumen weiter ausweiten zu können. Nachdem zuletzt über die Plattform vermittelte Kredite im Umfang von einmal 250 Mio. Euro und einmal 225 Mio. Euro verbrieft und weiterverkauft worden waren (siehe hier), … +++ … haben die Citigroup und die französische Investmentbank Natixis nun angekündigt, über Auxmoney gemeinsam weitere 500 Mio. Euro verleihen zu wollen +++ Die Bafin bekräftigt ihre Warnung vor negativen Folgen der raschen Zinswende. „Ich gehe davon aus, dass eine kleinere zweistellige Zahl von Banken ernsthafte Probleme bekommt“, sagte Exekutivdirektor Raimund Röseler dem „Handelsblatt“ (Paywall) … +++ … Die betroffenen Institute hätten „langfristige Kredite zu niedrigen Zinsen ausgereicht, müssen für ihre Refinanzierung nun aber mehr bezahlen“, so Röseler. „Gegen dieses Risiko haben sich nicht alle Häuser ausreichend abgesichert.“ +++ Die Sparkassen haben ihre Beteiligung an der Schufa (bislang) nur leicht um nicht mal einen Prozentpunkt auf nunmehr 27,3% erweitert, wie die Auskunftei auf Anfrage des „Handelsblatts“ (Paywall) mitgeteilt hat … +++ … Wie schwer sich die S-Finanzgruppe mit der angekündigten Aufstockung ihrer Anteile tut bzw. tat, hatten wir ja neulich schon beschrieben … +++ … Wer sich nun erbarmt hat, immerhin den Mini-Anteil von knapp 1% zu übernehmen, ist dem „HB“ zufolge nicht ganz klar. Möglicherweise: der Deutsche Sparkassenverlag +++ Zu den Bietern für die zum Verkauf stehenden Anteile am EnBW-Stromnetz in Baden-Württemberg gehören laut „Börsen-Zeitung“ (Paywall) auch die dortigen Sparkassen im Verbund mit der in Stuttgart beheimateten SV Sparkassenversicherung +++ Nachdem zuletzt bereits die China International Capital mitgeteilt hatte, sich an der Frankfurter Börse listen lassen zu wollen, erwägen „Bloomberg“ (via „Cash“) zufolge weitere chinesische Wertpapierbroker denselben Schritt – darunter zwei Anbieter namens Citic Securities und Haitong Securities +++ Die Berliner Neobank N26 hat in seinem nach Deutschland zweitgrößten Markt, nämlich in Frankreich, einen Konkurrenten weniger: Der dortige Anbieter Vybe (angebliche Nutzerzahl: 40.000) hat Insolvenz angemeldet (Les Echos)

Finanz-Szene geht ab Oktober hinter die Paywall ...

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