Kurz gebloggt

Auslandsbanken drängen ins deutsche Wealth Management

3. Mai 2022

Von Heinz-Roger Dohms

Zugegeben – die Evidenz ist eine eher anekdotische. Aber nur mal ein paar Beispiele, die uns zuletzt untergekommen sind:

  1. Die Unicredit (vulgo: Hypo-Vereinsbank) hat die Zahl ihrer hiesigen Private-Banking-Kunden in den vergangenen Jahren signifikant auf zuletzt 60.000 gesteigert – davon 9.000 Wealth-Management-Kunden
  2. J.P. Morgan kündigte unlängst an, unter deutschen “Ultra High Net Worth Individuals” (UHNWIs) nicht weniger als die Marktführerschaft anzustreben
  3. Die Credit Suisse, die sich vor zehn Jahren frustriert aus dem hiesigen Private Banking zurückgezogen hatte, baut unter dem früheren HSBC-Deutschland-Mann Sven Stephan neuerdings wieder eine Frankfurter Einheit auf (Zielkunden: UHNWIs, Family Offices); und …
  4. Anfang April hat, wie gestern verlautete, auch die Citigroup wieder ein Frankfurter Büro eröffnet (nachdem sie hiesige Vermögende in den letzten Jahren analog zur Credit Suisse nur aus dem Ausland betreute). Primäre Zielgruppe sind auch für die Citi die Ultra-Reichen. Für den Anfang wurde ein kleiner Trupp aus der Luxemburger Dependance nach Frankfurt beordert, auf Sicht soll die hiesige Mannschaft nach Finanz-Szene-Informationen auf rund 40 Mitarbeiter anwachsen.

Wie gesagt, eine eher anekdotische Evidenz. Aber es schaut so aus, als würden die Auslandsbanken wieder vermehrt ins deutsche Wealth Management drängen.

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