von Clemens Behr und Christian Kirchner, 30. März 2026
Rund 6.200 Mitarbeiter beschäftigt die BNP Paribas hierzulande, allein im vergangenen Jahr sind – netto, versteht sich – mehr als 300 neu hinzugekommen. Das zeigt schon: Die Franzosen wollen ihre starke Stellung im deutschen Markt (zuletzt 2,8 Mrd. Euro Erträge bzw. 900 Mio. Euro Vorsteuergewinn) nicht nur verteidigen, sie wollen sie ausbauen. Und schrecken dabei auch vor ambitionierten Zukäufen nicht zurück.
So wurde die BNP Paribas in jüngster Zeit gleich zweimal mit der HSBC Deutschland handelseinig. Zum einen übernahm sie deren Custody- und Verwahrstellen-Geschäft (womit die Pariser Großbank ihre deutsche Marktführerschaft in dem Segment weiter ausbaute), zum anderen schnappte sie sich für einen signifikant dreistelligen Millionenbetrag die hiesige Private-Banking-Sparte der Briten. Die Übernahme sei „ein weiterer entscheidender Schritt, um BNP Paribas in Deutschland unter den führenden Wealth-Management-Anbietern zu positionieren“, sagte einer der Verantwortlichen seinerzeit, von einer „einzigartigen Chance“ war die Rede.
Dabei war schon damals allen Beteiligten klar: Gerade im Private Banking mit seinen institutsspezifischen Eigenheiten und der oftmals starken Abhängigkeit von einzelnen Beratern sind Akquisitionen nicht nur ein chancenreiches Unterfangen – sondern auch ein hochriskantes. Und so passiert laut Recherchen von Finanz-Szene nun tatsächlich genau das, was in solchen Fällen eben gerade nicht passieren darf: In beträchtlicher Zahl verlassen frühere HSBC-Leute das Haus.
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