06/02/20: N26, Mastercard, Blackrock, GLS Bank, Receeve

6. Februar 2020

Nach der ING Diba ist vor der ING Diba: Nachdem wir uns gestern in unserem „Deep Dive“ mit der strategischen Neuausrichtung der größten deutschen Direktbank befasst hatten, steht heute Mittag die Bilanz-PK an. Vorher allerdings (nämlich gegen 7 Uhr) legt bereits die Amsterdamer ING Groep ihre 2019er-Zahlen vor – aus denen sich erfahrungsgemäß auch ablesen lässt, wie denn das Deutschland-Geschäft gelaufen ist. Kurzum: Wir planen (falls wir so früh aus dem Bett kommen) wieder eine kleine Live-Berichterstattung. Um kurz nach 7 Uhr gibt es im Stile einer „Eilmeldung“ einen ersten kurzen Blick aufs Ergebnis. Und zwischen 7.30 Uhr und 7.45 Uhr gibt es dann eine kleine Zusammenfassung. Wo Sie all das finden? Hinter diesem Link hier (aber logischerweise nicht vor 7 Uhr): Finanz-Szene.de

Ein Nachtrag zu N26: Während uns sonst gern mal vorgeworfen wird, wir würden immer nur negativ über die Berliner Smartphone-Bank berichten (was wir gar nicht tun), empfanden einige Leser den gestrigen Bericht als zu positiv. Deshalb folgende Anmerkungen: 1.) Warum haben wir bei Provisionen und Zins auf die Erträge statt auf den Überschuss rekurriert? – Weil lange Zeit infrage stand, ob N26 überhaupt in der Lage ist, nennenswerte Erträge zu erzielen! Dass diesen Erträgen entsprechender Aufwand gegenübersteht, wollten wir nicht verschweigen, hielten wir aber für nicht betonenswert. 2.) Warum haben wir die „sonstigen betrieblichen Erträge“ eingerechnet? – Weil diese laut Abschluss „im Wesentlichen aus Sonderzahlungen aus der Geschäftsbeziehung mit Mastercard“ resultierten. Unsere Vermutung war/ist: Diese Erträge könnten was mit der Interchange zu tun haben und also im Kern operativ sein. Noch mehr Nachträge zu N26? Gibt es hier: Finanz-Szene.de

Kurzmeldungen

Der sogenannte „Aufsichtsratschef von Blackrock in Deutschland“ (hier nochmal zum nachlesen, was Friedrich Merz wirklich war) will seinen Posten aufgeben, um sich wieder ganz der Politik zu widmen (dpa/Spiegel) +++ Kleiner Prestigeerfolg: Die Versicherungsprämie gegen einen Zahlungsausfall der Deutschen Bank ist erstmals seit Jahren nicht mehr höher als die für eine Versicherung gegen die Pleite von Goldman Sachs (Steven Arons via Twitter) +++ Im Bonner Cum-Ex-Prozess droht den beteiligten Banken die volle Abschöpfung ihrer durch die krummen Geschäfte erwirtschafteten Gewinne. Das wären dann: knapp 400 Mio. Euro (FAZ) +++ Die GLS Bank senkt die Einlagenhöhe, ab der Strafzinsen erhoben werden, von 1 Mio. Euro auf 250.000 Euro (dpa/SZ) +++ Das kürzlich von uns vermeldete, aber nicht näher bezifferte Funding für das Hamburger Inkasso-Fintech Receeve war 4 Mio. Euro schwer, wie uns Gründer Paul Jozefak schreibt. Ziemlich okay für eine Seed-Runde (per Mail)

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