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12/01/22: Deka stoppt Riester, LBBW dominiert Schuldschein-Markt, Revolut mit Banklizenz

12. Januar 2022

Von Heinz-Roger Dohms

Die britische Challenger-Bank Revolut agiert in Deutschland seit gestern mit (passportierter, litauischer) Vollbanklizenz und ist damit nun unter anderem zur Annahme von Einlagen berechtigt +++ Zudem gab der N26-Rivale, der hierzulande bislang als E-Geld-Institut unterwegs war, ein Update zur Zahl seiner Kunden: rund 500.000 seien es im deutschen Markt („Kunden“ definiert als alle, die den Anmeldeprozess abgeschlossen haben) +++ Der Frankfurter Payment Service Provider Payone (also das Joint-Venture von Sparkassen und Worldline, siehe u.a. hier) steigt in die Händlerfinanzierung ein. Das dahinter stehende Tool kommt vom „Credit as a Service“-Fintech Banxware +++ Nachdem die DWS und diverse Versicherer schon letztes Jahr ihr Neugeschäft mit Riester-Produkten gestoppt hatten (und die Union Investment die Mindestlaufzeit der Verträge deutlich verlängerte), folgt nun die Deka … +++ … Vom 1. Juni dieses Jahres an würden keine neuen Riester-Verträge mehr vertrieben, teilte das Wertpapierhaus der Sparkassen gestern mit (Mitteilung) +++ Die LBBW hat 2021 nach eigenen Angaben Schuldscheine im Umfang von 8,7 Mrd. Euro arrangiert bzw. platziert – und damit „knapp die Hälfte des gesamten Marktes abgedeckt“ (Mitteilung) +++ Das Frankfurter Bankhaus Scheich (das sind die, die jüngst den Krypto-Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt ergattert hatten) hat gegenüber „Bloomberg“ angekündigt, in diesem Jahr von 75 auf 135 Mitarbeiter aufstocken zu wollen +++ Und zwei M&A-Meldungen aus dem italienischen Bankenmarkt: Die Banca Carige steht zwar vor dem Verkauf, allerdings nicht an die Credit Agricole, sondern an die Banca Popolare dell’Emilia Romagna; und die Unicredit ist laut „Bloomberg“-an einer Übernahme der russischen Bank Otkritie (Bilanzsumme: umgerechnet 39 Mrd. Euro) interessiert (via ORF)

Korrekturen

  • In unserem Artikel „Groß gegen Gros: Machtkampf bei bayerischen Volksbanken“ haben wir die Zahl der hessischen Volks- und Raiffeisenbanken mit „rund 30“ angegeben. Tatsächlich sind es aber satte 52, worauf uns Leser K. freundlicherweise hinwies und was sich bei genauer Zählung als richtig herausstellte. Rechnet man die Sparda-Bank Hessen, die PSD Bank Hessen-Thüringen sowie vier weitere Genobanken (die Spar- und Kreditbank Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, die Kurhessische Landbank, die Evangelische Bank sowie die DZB Bank) hinzu, kommt man sogar auf 58 genossenschaftliche Institute mit Sitz in Hessen.
  • Im letzten Newsletter vor Weihnachten hatten wir Sie darauf hingewiesen, dass unterschiedliche Angaben zu der Frage kursieren, wie viele Anteile die Sparkassen und Genobanken an der Schufa halten – nämlich einmal 34% und einmal 47%. Also: Die Differenz rührt daher, dass in den rund 47% neben den Anteilen der Volks- und Raiffeisenbanken auch die Anteile weiterer genossenschaftlicher Player wie der Teambank (also des Konsumentenkredit-Spezialisten der DZ Bank) einbezogen sind.

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