News des Tages

16/02/21: Comdirect, Depfa, Deutsche Bank, Commerzbank

16. Februar 2021

Wer macht bei der Comdirect jetzt eigentlich das Pricing? Herr Hach jedenfalls nicht mehr, der ist ja weg. Genauso wie Frau Hegemann und viele andere. Wobei: Wird das Pricing der Comdirect denn überhaupt noch in Quickborn gemacht – übernimmt so was nicht jetzt Frankfurt, vielleicht ja sogar Herr Knof persönlich? Jedenfalls: Die Comdirect hat gestern ihr neues Preis- und Leistungsverzeichnis veröffentlicht, samt überarbeiteter Konto-Modelle und eines (wie von uns am Freitag teilweise schon vorweggenommen) veränderten Kartenportfolios. Auf den Punkt gebracht, und die Ausrufezeichen halten wir durchaus für angemessen: Die „Visa Debit“ ist das neue „Top of wallet“-Produkt! Die Girocard gibt es nur noch auf besonderen Wunsch hin! Selbst so Sachen wie Instant Payments werden jetzt bepreist! Und das neue Premium-Konto kostet mehr als das der Commerzbank – was insofern erstaunt, als dass die Mutter, soweit wir wissen, ja immer noch die Filialbank ist und die Tochter immer noch die Direktbank. Ist das jetzt die erste konkrete Umsetzung der neuen Coba-Strategie? Die Details: Finanz-Szene.de

So, jetzt ist sie also endlich verkauft, die schlechte alte Depfa, die einst (das heißt: 2008) den Zusammenbruch der Hypo Real Estate mit ausgelöst hatte. Zur Erinnerung: Eigentlich sollte die Depfa ja schon 2014 veräußert werden. Damals hatten geiernde Investoren 320 Mio. Euro für sie geboten – was dem sogenannten Soffin-Lenkungsausschuss (herrlich, diese alten Begrifflichkeiten) allerdings zu wenig war. So wurde die Depfa (Bilanzsumme seinerzeit: knapp 49 Mrd. Euro) in die HRE-Bad-Bank eingebracht, aus der heraus sie jetzt (mit einer auf zuletzt 7 Mrd. Euro geschrumpften Bilanz und mitsamt einem Eigenkapital von zuletzt 634 Mio. Euro) an die österreichische Bawag abgestoßen wird. Zum Verkaufspreis wurden gestern keine Angaben gemacht. Allerdings betonten die Vertreter der FMS Wertmanagement (also der besagten Bad Bank) gestern, die Verzögerung des Verkaufs habe sich für den Steuerzahler gerechnet. Die BÖZ beziffert den „Gewinn“ durch das Manöver auf ganz grob geschätzt 650 Mio. Euro. Irgendwann wird man diese Zahl hoffentlich auf ihre Richtigkeit überprüfen können.

News

Die Deutsche Bank arbeitet an einer Lösung zur Aufbewahrung von Krypto-Assets, wie aus einer bereits im Dezember veröffentlichten Präsentation hervorgeht, die es allerdings erst dieser Tage in diverse Krypto-Fachdienste geschafft hat (WEF-Präsentation im Original, PDF, Seite 23) +++ Die Commerzbank dünnt die Führungsebene unterhalb des Vorstands aus, berichten „Bloomberg“ und andere Medien  … +++… Wie viele der zuletzt 42 Bereichsvorstände die Coba verlassen werden, zwar ist noch unklar. Fest stehen (abgesehen von Matthias Hach) aber schon die Abgänge von Frank Nierhaus (Vertriebsleiter Nord) und Transaction-Banking-Bereichsvorstand Stephan Müller (HB/PaywallFAZ/E-Paper)

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