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23/05/22: Coba spart im Wealth Management, Einschnitte bei M.M. Warburg, Deutsche Bank

22. Mai 2022

Vom Heinz-Roger Dohms

Die Commerzbank hat im Zuge ihrer jüngsten Sparbemühungen auch die Zahl ihrer hiesigen Wealth-Management-Standorte merklich reduziert … +++ … Wie das “Private Banking Magazin” berichtet und die Coba auch offiziell bestätigt, wurde die Zahl der physischen Anlaufstellen von 105 auf inzwischen nur noch 85 reduziert +++ Die Frankfurter Volksbank (mit einer Bilanzsumme von zuletzt 14,7 Mrd. Euro die fünftgrößte genossenschaftliche Primärbank hierzulande) gibt sich einen neuen Namen … +++ … Im Zuge der Ende letzter Woche final beschlossenen Übernahme der Rüsselsheimer Volksbank tritt das regional seit Jahren stark expandierende Institut künftig als “Frankfurter Volksbank Rhein/Main” auf (Mitteilung) +++ Die schwer angeschlagene Hamburger Privatbank M.M. Warburg will laut “Wirtschaftswoche” (Print) ihr Geschäftsmodell “neu ausrichten”. Was das genau bedeutet, bleibt zwar noch diffus – in jedem Fall aber sollen die Kosten “deutlich sinken”, weshalb auch die Schließung einzelner Standorte geplant sei +++ Was hierzulande die Magerkurth-Volksbank ist (nämlich Funding-Lieferant für Fintech-Plattformen), ist anderswo auf der Welt – die Deutsche Bank … +++ … So wurde beispielsweise Ende letzter Woche publik, dass die Frankfurter Großbank im Zuge ihrer jüngsten Fintech-Offensive 100 Mio. Pfund Fremdmittel über das britische KMU-Lending-Portal MarketFinance ausreichen will (tech.eu) +++ J.P. Morgan lässt es bei der vor einem Jahr angekündigten Mittelstands-Offensive im deutschen Markt dann doch eher gemächlich angehen … +++ … Anfang 2021 war die US-Bank mit “mehr als zehn” Mitarbeitern unterwegs gewesen, knapp anderthalb Jahre später sind es laut dem Leiter des hiesigen Firmenkundengeschäfts, Bernhard Brinker, nunmehr “15 bis 20” Beschäftigte (Reuters, via Wiwo) +++ Der Düsseldorfer Wertpapier-Spezialist Lang & Schwarz, dem wegen seiner Cum-Ex-Verstrickungen hohe Steuernachzahlungen drohen, füllt seinen Vorstand nach der Abberufung von Vorstandschef André Bütow intern wieder auf … +++ … Wie am Freitag mitgeteilt wurde, zieht der seit zwei Jahren (ohne Vorstandsrang) für Finanzen und Organisation zuständige Oliver Ertl in das Führungsgremium ein; zweiter Vorstand ist wie bislang auch Torsten Klanten, der zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Ressorts Handel und EDV übernimmt … +++ … Parallel gab Lang & Schwarz (L&S ist ja auch der Handelsplatz, über den Trade Republic seine Transaktionen abwickelt) Q1-Zahlen bekannt. Am spannendsten: Zwar sank die Zahl der Trades verglichen mit der Vorjahresperiode (also dem berühmten Meme-Stock-Quartal) von 17,5 Mio. auf 13,0 Mio.; der Handelsumsatz allerdings blieb mit 33,5 Mrd. Euro (-3%) nahezu konstant (dgap) +++ Das Bieterkonsortium um Advent und Centerbridge kommt bei der Übernahme der Aareal Bank voran. Per Donnerstag hatten sich die Finanzinvestoren 51% der Anteile gesichert – bis zum Ende der Annahmefrist am morgigen Dienstag sind 60% vonnöten (Mitteilung)

Aus der Szene

Die jüngst in “Owwn” umbenannte Berliner Teenager-Neobank “Owwn” macht uns auf einen eklatanten Fehler in unserer Berichterstattung aufmerksam. So hatten wir jüngst die Mutmaßung geäußert, der Name “Owwn” entstamme (ebenso wie der Name “Ruuky” der jüngst in “Ruuky” umbenannten Hamburger Teenager-Neobank “Ruuky”) dem Finno-Ugrischen und spreche sich daher “Ovvn” aus. Tatsächlich allerdings, so schreibt uns die PR-Beauftragte von “Owwn”, werde der Name “Owwn” wie “das englische Wort ‘own’ ausgesprochen. Vielleicht möchten Sie das anpassen.” Machen wir selbstverständlich! Jedoch nicht, ohne gleich noch einen kostenlosen Vorschlag mitzuliefern, wie sich der schon ziemlich coole Werbe-Claim von “Owwn” (“Owwn – Banking für Deine Creww”) durch einen noch cooleren ersetzen ließe: “Owwn – The Best Bank in Towwn.”

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