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29/06/21: ING Diba vervierfacht Sparplan-Absatz, Finanzplatz schrumpft, Der KfW-Minuszins

29. Juni 2021

Die spektakuläre ING-Diba-Mitteilung von (siehe unser Stück „Strafzinsen ab 50.000 Euro. Hat die ING Diba das wirklich nötig?)  enthielt noch eine interessante Randnotiz: Von Januar bis Juni hat das Oranje-Institut rund 430.000 Sparpläne vertrieben – und damit ungefähr doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr, als es etwa 220.000 waren. Ganz offenbar verfängt die Strategie mit den gebührenfreien Sparplänen. Oder anders gesagt: An unserer Headline „Krasses Wachstum: Werden ETF-Sparpläne zum neuen Girokonto?“ aus dem Februar 2020 war rückblickend betrachtet nur eines falsch. Nämlich das Fragezeichen.

Der Chronistenpflicht halber: Die Helaba hat gestern ihr jährliches Update zur Entwicklung der Beschäftigtenzahlen am Finanzplatz Frankfurt gegeben. Quintessenz? Die zuletzt (und nicht zuletzt brexit-bedingt) erreichten 65.500 dürften erwartungsgemäß der Peak gewesen sein. Von nun an wird’s bergab gehen, und zwar laut Helaba-Prognose  auf nur noch 62.200 per Ende 2023. Bitter.

Kurz-News

Die KfW wird ab dem 1. Juli ihre sogenannten „negativen Bankeneinstände“ – also ihre eigenen, günstigen Refi-Konditionen am Kapitalmarkt – an Banken und Sparkassen weitergeben (Mitteilung) +++ Im Rechtsstreit um hohe Kosten für Bankkunden bei vorzeitigem Ausstieg aus einem Immobilienkredit hat die Commerzbank eine weitere Niederlage kassiert – und zwar diesmal vor dem BGH (dpa-afx/tagesschau.de) +++ Dieselbe Commerzbank erwägt laut „Süddeutscher Zeitung“ den Ausstieg aus dem deutsch-britischen ESG-Startup Arabesque, an dem auch die DWS und die Helaba beteiligt sind +++ Doppel-Kracher bei Wefox: Während das Berliner  Insurtech-Unicorn gestern stolz die Verpflichtung des früheren Generali-Topmanagers David Stachon als Chief Operating Officer verkündete, … +++ … kam via Social Media eine nicht ganz so PR-taugliche Kunde. Dort nämlich verkündete Oliver Lang, nach unserem rudimentären Verständnis CEO der Wefox-Sachversicherungs-Sparte, gestern Abend seinen Abschied (Linkedin) +++ Der US-Payment-Spezialist Payoneer, an den sich Ende 2019 das Münchner Fintech Optile (siehe unsere damalige Analyse) verkauft hatte, ist gestern per SPAC an die Börse gegangen. Bewertung: 3,3 Mrd. Dollar (Reuters)

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