News des Tages

29/09/21: N26 zahlt Mio.-Strafe, Trade Republic geht auf „Desktop“, Berenbergs US-Pläne

29. September 2021

Von Christian Kirchner

N26 zahlt wegen Mängeln bei der Geldwäsche-Prävention eine Millionenstrafe an die Bafin: Gleich zweimal geriet das Milliarden-Fintech in den zurückliegenden Monaten wegen seiner Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht in die Schlagzeilen. Einmal im Mai (-> Geldwäsche-Probleme: Bafin schickt N26 Sonderbeauftragten ins Haus). Und einmal im August (-> Bafin geht frontal gegen N26 vor. Was sind die Folgen?). Was nun gestern Abend dank einer entsprechenden „Reuters“-Meldung (hier via „Wirtschaftswoche“) herausgekommen ist: Dazwischen – genauer: im Juni – sind sich die Bonner Behörde und die Berliner Neobank ein weiteres Mal in die Quere gekommen. Da nämlich verhängte die Bafin ein Bußgeld in Höhe von 4,25 Mio. Euro, weil N26 in Dutzenden von Fällen einen Geldwäscheverdacht zu spät gemeldet haben soll. Inzwischen sei die Strafe beglichen, so „Reuters“.

News

Mit welcher Entschiedenheit das momentan höchstbewertete deutsche Fintech (also Trade Republic) bislang auf den „Mobile only“-Ansatz setzte, erkennt man daran, dass der Berliner Neobroker gestern seine Webversion livegeschaltet hat. Merke: Erst kommt der Status eines Quadruple-Unicorns. Und ein paar Monate später kommt dann auch „Desktop“ +++ Nächste Wende in der Cum-Ex-Affäre rund um die Hamburger Privatbank M.M. Warburg: Laut Medienberichten ist die Staatsanwaltschaft Köln gestern zu größeren Untersuchungen ausgerückt – unter anderem auch beim Ex-SPD-Politiker Johannes Kahrs und einem ehemaliger Innensenator der Hansestadt (tagesschau.de) +++ Apropos Hamburger Privatbank: Berenberg hat seine Bürofläche in New York verdoppelt und den entsprechenden Mietvertrag um 15 Jahre verlängert, berichtet „Bloomberg“ (per Mail). Hintergrund: Das Alster-Institut beschäftigt in der US-Metropole mittlerweile 138 Mitarbeiter, fast doppelt so viele wie noch Ende 2019 +++ Auch die Apobank setzt sich dezidierte Nachhaltigkeits-Ziele. Der eigene Geschäftsbetrieb soll bis 2030 „klimaneutral gestaltet“ werden, bei den „gesamten Geschäftsaktivitäten“ will die größte deutsche Genossenschaftsbank bis 2045 „net-zero“ sein +++ Die Société Générale ist an einer Übernahme des zum Verkauf stehenden französischen Retail-Geschäfts der ING interessiert (BÖZ/Paywall) +++ Das französische Banking-as-a-Service-Startup Swan hat in einer Finanzierungsrunde 16 Mio. Euro eingesammelt – und sucht nun auch auf dem deutschen Markt nach Kunden (Finance Fwd) +++ Und bevor wir weiter unten der Frage nachgehen, warum der bisherige DACH-Chef von N26 bei einem ungleich kleineren Münchner Newcomer-Fintech anheuert, haben wir hier schon mal einen seiner Nachfolger: Das Österreich-Geschäft wird künftig von einem gewissen Christian Strobl geleitet, 30 Jahre, Eigengewächs

NEWSLETTER

Deutschlands führender Banken-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Tags