Daten & Research

Was die Verdopplung der EZB-Mindestreserve unsere Banken kosten wird

Die Mindestreserve – selbstredend brauchen wir das Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht zu erklären – ist jener Teil der Kundeneinlagen, den die Geschäftsbanken unverzinst bei der Notenbank hinterlegen müssen. Wobei, während der Niedrigzinsphase war dieses „Müssen“ ja eher ein „Dürfen“. Schließlich kam die Mindestreserve in jener Zeit einem Strafrabatt gleich, es war jener Teil der Einlagen, für den die Banken eben keine Strafzinsen zahlten (siehe in unserem Archiv aus dem April 2020 den Artikel –> Wie unsere Banken die Negativzins-Belastung gen Null senken).

Dann allerdings kam die Zinswende. Mit der Folge, dass die Kreditwirtschaft seither zwar wieder Geld verdient mit ihren Einlagen, allerdings halt nicht mit jenem unverzinsten Teil, den sie der Mindestreserve zuführt. Sonderlich weh tat das unseren Banken und Sparkassen bislang nicht. Die Mindestreserve beläuft sich, gemessen an den Einlagen, ja gerade mal auf 1%.

Nun jedoch erwägt die Europäische Zentralbank, wie diese Woche zunächst „Reuters“ berichtete, eine Verdopplung auf 2%. Womit die Reserve künftig also deutlich stärker wehtun wird. Wie stark genau, das haben wir hier einmal für alle deutschen Bankengruppen zu errechnen versucht …

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