Exklusiv

Der missglückte Ausflug des Bankhauses Metzler ins Immobilien-Geschäft

Das Reinheitsgebot ist eigentlich ein Begriff aus dem Brauwesen. Es besagt, dass Bier nur aus vier Zutaten hergestellt werden soll – Wasser, Gerste, Hopfen und Hefe. Daneben gibt es allerdings auch das „Metzler-Reinheitsgebot“. Und das ist sogar noch einen Tick puristischer: „Getreu unserem Reinheitsgebot setzen wir bei der Umsetzung unserer Investmentphilosophie ausschließlich auf […] Aktien, Renten und Cash“, beschreibt die Frankfurter Privatbank den Anlageprozess in ihrer Vermögensverwaltung. Dieses ehrwürdige Anlage-Mantra hält das Bankhaus Metzler freilich nicht davon ab, sich seit einigen Jahren auch im Immobiliengeschäft zu versuchen. Wenngleich still und leise. Und, das zeigen Recherchen von Finanz-Szene – mit überschaubarem Erfolg.

Soweit es sich rekonstruieren lässt, begann der Ausflug der Metzlers in das lange Zeit ungewohnte Terrain im Jahr 2004. Damals entstand die „Metzler Immobilien GmbH“, eine Gesellschaft für „Akquisition, Verkauf, Vermittlung und Verwaltung einheimischer und ausländischer Immobilien aller Art“, wie sich in den Gründungsdokumenten nachlesen lässt. Schon bald kamen weitere Unternehmen mit ähnlichem Geschäftszweck hinzu. Die „Metzler am Main GmbH“ zum Beispiel. Oder die „Metzler Immobilien 2 Beteiligungs GmbH“. Wobei letztere schließlich mit der „UMA 1 Geschäftsführungs GmbH“ verschmolz. Und zwar zur „UMA 1 Immobilien GmbH“. Während parallel übrigens auch noch die „Metzler 3 Immobilien Beteiligungs GmbH“ gegründet wurde.

Um die Sache nicht noch komplizierter zu machen: Das Kürzel „Uma“ steht im Metzler-Jargon eigentlich für den Hauptsitz an der Frankfurter Untermainanlage, den die Bank nach dem Verkauf ihres früheren Stammsitzes im Jahr 2015 bezogen hatte. Daneben bezog das Bankhaus allerdings irgendwann ein separates Quartier, und zwar jenseits des Mains, im Stadtteil Sachsenhausen, an der Darmstädter Landstraße 108 (intern: „DaLa“). Und da ging die Geschichte, die nach Recherchen von Finanz-Szene von unerwartet langen Baumaßnahmen, Problemen bei Küche und Wasser sowie Verlusten handelt, dann erst so richtig los.

Sind Sie bereits Abonnent? Hier geht's zum Login!

Weiterlesen mit dem Premium-Abo von Finanz-Szene

Finanz-Szene ist das Nr.-1-Medium für Banken und Fintechs. Jetzt Premium-Abonnent werden und Zugang zu allen Inhalten sichern. Ab 9,99 Euro (für den 1. Monat). 

Alle Premium-Optionen auf einen Blick

  • Erhalten Sie 5x pro Woche unseren preisgekrönten Premium-Newsletter
  • Sichern Sie sich vollen Zugriff auf sämtliche Scoops, News, Analysen und sonstigen Inhalte auf Finanz-Szene.
  • Lesen Sie, was die Top-Entscheider in der deutschen Finanz-Szene lesen

Rechtehinweis

Die Artikel von Finanz-Szene sind urheberrechtlich geschützt und nur für den jeweiligen Premium-Abonnenten persönlich bestimmt. Die Weitergabe – auch an Kollegen – ist nicht gestattet. Wie Sie Inhalte rechtssicher teilen können (z.B. via Pressespiegel), erfahren Sie hier.

Danke für Ihr Verständnis. Durch Ihr Abonnement sichern Sie ein Stück Journalismus!

To top